Kinderhilfe-Kenia

Informieren

Aktiv werden

Spenden

Service

Über uns

Startseite Aktuelles Reports Impressum Kontakt Mobil Barrierefrei Grafik

22.04.2010 Vorstand stellt die Weichen

22.04.2010 Vorstand stellt die Weichen

Sie stellen die Weichen

...für die Weiterentwicklung des Vereins (von rechts): Hans Mohren (Vorsitzender), Evelyn Schimank (Ehrenvorsitzende), Gabriele Mohren (Finanzen), Edeltraud Rüster (Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit), Hans-Jürgen Rüster (2. Vorsitzender)

Berichte der Backnanger Kreiszeitung (BKZ) (not/pm)
Vorstand stellt die Weichen für die Weiterentwicklung des Vereins
Der Verein kann auf starke Strukturen bauen. Neues Haus wird das Zuhause für 100 Kinder


Mit dem Slogan "Wir kümmern uns um Lebenswürdigkeit für Kinder in Kenia. Kreativ, effizient, kompetent" präsentierte sich der Vorstand des Vereins Kinderhilfe Kenia bei der Hauptversammlung in Backnang geschlossen seinen Mitgliedern.
Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit lag im Jahr 2009 in der Öffentlichkeitsarbeit; mit dem Ziel, die Vereins- und Mitgliederstruktur weiter auszubauen, damit mit einer starken Vereinsstruktur Not leidenden Kindern in Kenia effizient und dauerhaft geholfen werden kann. Vorsitzender Hans Mohren betonte: "Bei der Weiterentwicklung des Vereins werden wir nicht bei dem Erreichten verharren. Wir werden und müssen, um weiterhin erfolgreich zu sein, den Verein im Sinne der Mitglieder auf die zukünftige Arbeit und auf neue Ziele und Herausforderungen ausrichten.
Dabei wollen wir uns mit der finanziellen Förderung im Schwerpunkt auf die Schul- und Berufsausbildung bedarfsorientiert mit unserer Erfahrung in unterschiedliche Projekte in Kenia einbringen, wo wir im Sinne der humanitären Hilfe, in Kooperation mit internationalen Partnern aber mit nationaler Präsenz einen effizienten Mehrwert für Not leidende Kinder in Kenia leisten können.

Bau eines Hauses für 100 Kinder

Der Verein verfügt in der Zwischenzeit über ein Netzwerk von 190 Mitgliedern. Das sind 17 Prozent mehr Mitglieder als im Jahr zuvor. Hierbei war besonders erfreulich, dass ein neues Mitglied aus Dublin/Irland im Verein begrüßt werden konnte, womit sich der Verein auch auf internationalem Terrain weiter etabliert hat.
Diese erneut gestiegene Mitgliederzahl war demnach auch der Garant für stabile Spendeneinnahmen, die die Größenordnung der Fördermöglichkeiten von Projekten in Kenia zugunsten des Vereins und damit auch für die hilfsbedürftigen Kinder in Kenia deutlich verbessern. Dass sich der Vorstand im vergangenen Jahr gezielt der Öffentlichkeitsarbeit zugewandt hat, war demnach die richtige Entscheidung, so das Fazit des Vorsitzenden bei der Mitgliederversammlung.

Der Verein hat im vergangenen Jahr aber auch seinen Fokus auf sein derzeit größtes Einzelprojekt, den Bau eines Hauses für 100 Kinder im Kinderheim in Kenia ausgerichtet.
Mit der Umsetzung der lange geplante Baumaßnahme konnte Ende des vergangenen Jahres - früher als geplant - begonnen werden. Ermöglicht wurde der erste Bauabschnitt durch die Unterstützung unserer Mitglieder, Freunde und Sponsoren wie etwa die Aktion "BKZ-Leser helfen". Auch die positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen hat den Verein in die Lage Versetzt, dass mit dem lange geplanten Bauprojekt endlich begonnen werden konnte.
In der Abwägung möglicher Risiken, von denen es in Kenia sehr viele gibt, war der Verein zudem in der Lage, sogar mit einem finanziellen "Notfallpolster", das Geld für die Anschlussfinanzierung bereit stellen, womit der Ausbau des Hauses fortgesetzt und die Infrastruktur den neuen Gegebenheiten angepasst werden kann.
Als Risiken bezeichnete Vorsitzender Hans Mohren die Auswirkungen nach den Wahlen 2007/2008 (politisches desaster, soziale Unterversorgung der Bevölkerung, unzureichende Lebens-mittelversorgung, Kostenexplosion bei Grundnahrungsmittel etc.), die bis heute nachwirken sowie Dürreperioden, Überschwemmungen, Anstieg lebensbedrohlicher Krankheiten.

31 von 36 Mädchen

...können sich auf einen langen Tag in der Schule vorbereiten

Wichtigste Motivation aller Bemühungen sind laut Mohren aber nach wie vor natürlich die Kinder in Kenia. Hinter ihrem Schicksal treten alle nüchternen Zahlen und Grafiken, die für unsere objektive Bewertung der Vereinsarbeit durchaus wichtig sind, schnell in den Hintergrund. Mohren: "Wenn sich am ersten Schultag des vergangenen Jahres, der wie jeder Schultag um 4 Uhr morgens beginnt, bereits 31 von 36 Mädchen auf einen langen Tag in der Schule vorbereiten können, dann wissen wir, dass wir vieles richtig gemacht haben." Die meisten Mädchen haben sich in der Schule bemerkenswert verbessert und einige von ihnen schafften es in ihrer jeweiligen Klasse unter den top 10 auch auf die vorderen Plätze, wobei in der Zwischenzeit drei Mädchen eine weiterführende Schule besuchen.

Gabi mit der acht Monate alte Mapenzi

Die acht Monate alte Mapenzi kann in der Zwischenzeit alleine sitzen. Das kleine Mädchen wurde im Alter von zwei Monatenn nach einer herzzerreißenden Lebensbiographie in das Kinderheim aufgenommen und ist Dank der liebevollen Betreuung und durch die intensive medizinische Versorgung wieder auf dem Weg der Besserung.
Wenn wir hier von liebevoller Betreuung sprechen, dann wollen wir an dieser Stelle den Menschen in Kenia ein ganz dickes danke sagen, die nicht nur bei der kleinen Mapenzi sondern bei allen Kindern des Mudzini Kwetu Center Mutter, Vater, Erzieher, Vorbild und Freund in einer Person sind, sondern vor allem Lebensretter, Mitleidende, Mithoffende ja Mitmenschen sind, denen wir unseren tiefen Respekt für ihre Arbeit aussprechen.

Hoher Besuch vom kenianischen Ministerium

für Frauen, Kinder und Soziales: Staatssekretär Dr. James Nyikal

Im Kinderheim konnten sich die Verantwortlichen auch schon über hohen Besuch freuen. Vom kenianischen Ministerium für Frauen, Kinder und Soziales überzeugte sich Staatssekretär Dr. James Nyikal selbst davon, was eine internationale Völkergemeinschaft bewirken kann, wenn ein uneigennütziges, gemeinsames Ziel konsequent und verantwortungsbewusst verfolgt wird. Mohren: "Trugen wir bei der Gründung des Kinderheims und in der Folge alleine die große Verantwortung für das Projekt und für die Kinder, so sind wir in der Zwischenzeit eine starke Gemeinschaft von Partnern und Freunden aus England, Holland, South Wales und Amerika, die die Partner in Kenia bei ihrer Arbeit unterstützen."