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Reports

Reiseberichte über das Mudzini Kwetu Centre

Hier finden Sie Berichte über die Situation im Mudzini Kwetu Centre, die uns u.a. direkt aus Kenia übermittelt und von Judith Spoo ins Deutsche übersetzt wurden.

Oktober 2017

Bericht aus dem Kinderhaus Mudzini Kwetu
Trotz der anstehenden Wahlen und der befürchteten Unruhen in Kenia, war überall ein friedvolles Miteinander zu spüren. Allerdings wurden die Schulen bereits eine Woche vor dem Wahltermin geschlossen, so dass wir nahezu alle Kinder angetroffen haben. Sie machten einen sehr gesunden, gepflegten und glücklichen Eindruck.
Überglücklich waren sie über unsere Mitbringsel und verteilten die Kleiderspenden. Sie erzählten stolz von ihren Schulleistungen. Einige von ihnen haben Auszeichnungen für besondere Leistungen bekommen. Andere zeigten uns ihre neue Schule und berichteten über den Unterrichtsstoff. Als wir einen Spaziergang durch den Garten machten, erklärten uns zu unserem großen Erstaunen die Vorschulkinder die Pflanzen und Obstbäume. Der Höhepunkt war das Pflücken der reifen Mangos. Mit großem Appetit wurden sie noch an Ort und Stelle verspeist.
Es war einfach herrlich anzusehen, als sie mit dem mitgebrachtem Springseil und einem neuen Ball voller Begeisterung abwechselnd spielten.
(Bericht: von Regina Hartje-Specht)

Abbildung: Die Zwillinge Angel und Emily - feierten ihren sechsten Geburtstag

Januar 2017: FROHES NEUES JAHR

Die Mudzii-Kwetu-Familie möchte Euch allen ein glückliches, erfolgreiches und gesegnetes Neues Jahr wünschen, das nur Gutes für Euch bereit hält. Wir sind sehr dankbar für das Jahr 2016, es war insgesamt ein gutes Jahr und endete ausgesprochen positiv. Die Ergebnisse der Prüfungen, die Zawadi Kazungu ablegte kamen kurz vor Jahresende und Zawadi hat eine beeindruckende 2 minus. Dieses Mädchen hat bereits zum zweiten Mal einen Rekord gebrochen, zunächst war sie Beste in der Grundschule und nun auch noch Beste in der weiterführenden Schule. Sie hat uns sehr, sehr stolz gemacht.
Wir danken Euch, dass Ihr uns über all die Jahre begleitet habt und wir beten dafür, dass es auch im kommenden Jahr so erfolgreich weitergeht. Wir sind so glücklich darüber wie 2016 sich verabschiedet hat und hoffen, dass auch 2017 uns viel Freude machen und uns und Euch viele neue Gestaltungsmöglichkeiten geben wird.
Nochmals, ein ganz herzliches FROHES NEUES JAHR.
Catherine

November 2016: Update aus Mudzini

Liebe Freunde,
viele Grüße von uns allen an Euch alle. Wir hoffen und beten dafür dass es Euch gut geht. Wir sind alle gesund und arbeiten hart, und Gott belohnt unseren Einsatz. Dafür sind wir dankbar. Hier nun ein paar Neuigkeiten für Euch:

Brenda hat das Examen bestanden
Eine unserer ältesten Mädchen, Brenda Zilpha Atieno hat ihr Jurastudium beendet und hatte am Freitag, 28.10., eine festliche Abschlussfeier, der viele Leute beiwohnten. Es war so eine Freude zu sehen, dass der Traum der jungen Frau endlich in Erfüllung ging. "Ich möchte gerne Anwalt werden um anderen Menschen in einer Notlage zu helfen, genauso wie man mir in meiner Notlage geholfen hat", sagte Brenda einige Jahre zuvor. Nun ist ihr Traum wahr geworden und wir danken Gott dafür. Wie Lupita Nyong'o einmal sagte: "der Traum eines jeden Kindes ist wertvoll", und nun hat Brenda ihren verwirklicht. Wir wünschen Brenda Gottes Segen und viel Glück auf ihrem beruflichen Weg. Sie hat sich nun an der Juraschule Kenias für ein einjähriges Praktikum beworben, bevor sie vor Gericht zugelassen wird. Und wehe dem, der dann Kinder in diesem Land in Schwierigkeiten bringt, der wird es mit Brenda zu tun bekommen!!

Gift und Rachel
durften an Brenda's Examensfeier teilnehmen und bewunderten ihre Robe und die ganze Aufmerksamkeit, die unserer ersten Universitätsabsolventin zuteil wurde. Rachel ist fest entschlossen, es eines Tages Brenda gleich zu tun, und warum sollte es nicht so kommen. Ihre Schwester Brenda nimmt sie unter ihre Fittiche. Der Weg ist noch lang, aber es kann ihr gelingen, im Moment ist Rachel ja noch in der Grundschule. Die Schülerin, die einem Abschluss am nächsten ist, ist Zawadi Kazungu. Waehrend ich diesen Report verfasse, sitzt Zawadi gerade in den Abschlussprüfungen der High School. Sie wollte immer Ärztin werden, und wir hoffen und beten, dass ihre Prüfungen so gut ausfallen werden, dass sie dieses Ziel weiter verfolgen kann.
Sechs andere Mädchen, Mary, Christine, Jumwa, Anna Khadija und Agnes haben gerade die Prüfungen der Grundschule abgelegt, und je nach den Resultaten werden sie auf die High School wechseln. Am Ende des kommenden Jahres werden sechs andere Schülerinnen Santa, Jane, Sopra, Halima, die kleine Jane und Neema die High School beenden und aufs College gehen während fünf andere Saumu, Eugene, Aliya, Rehema und die kleine Halima ihre Grundschulexamen bestehen müssen. Es gibt keine Ruhe für Anthony. Die Kinder, die er als Babies gerettet hat sind alle gross geworden und in den kommenden Jahren werden immer wieder Mädchen von einer Schulform auf die andere wechseln oder die Universität beenden, einen Beruf ergreifen und, und, und..... es macht soviel Spass zu sehen, wie eine nach der anderen ihren Traum verwirklichen kann. Anthony's Traum Kenia zu verändern nimmt immer mehr Gestalt an. Aber all das wäre nicht möglich gewesen ohne Euer Engagement, Eure Gebete, Eure Gedanken, Euer finanzielles Engagement und Eure stetige Ermutigung. Deshalb vielen, vielen Dank.
Das Schuljahr ist nun schnell für die meisten Mädchen beendet. Ausser Zawadi und natürlich die ganz Kleinen ist nun jede für 2 Monate zuhause. Das sind mal richtig lange Ferien. Wir möchten diese Zeit sinnvoll gestalten - habt ihr gute Ideen ?? Ich wünschte wir hätten nochmal einen Bibelclub wie der fantastische den wir im August mit den Stephens gestaltet haben.

Für diejenigen unter Euch, die die Mädchen und Antony von Anfang begleitet haben, Euch die ihr im Laufe der Zeit dazu gekommen seid, und Euch die vielleicht gerade erst dazugestossen seid oder plant es zu tun, möchte ich ein grosses Dankeschön schicken. Wir schätzen jede noch so kleine oder natürlich auch grosse Spende, finanziell oder emotional, denn alles hat dazu beigetragen die Maedchen soweit zu bringen. Wir beten für Gottes Segen und Schutz für Euch, heute und an allen Tage.

Catherine

Abbildung: Die überglückliche Brenda nach ihrer Examensfeier -

Juli 2016: Neues aus Mudzini

Liebe Freunde,
ich bete dafür dass es Euch allen gut geht. Es ist ja eine kleine Ewigkeit, seit ich Euch das letzte Mal geschrieben habe. Es tut mir wirklich leid. Und so ist es jetzt dringend an der Zeit zu berichten, was alles Neues passiert ist. Ich warne Euch, es ist eine lange Geschichte.

Neues Baby

Es ist schon eine Weile her, dass wir von "Familienzuwachs" berichten konnten. Lucy und Salama sind im letzten Jahr als Neugeborene zu uns gestossen. Sie können jetzt schon alleine stehen und machen jeden Tag grosse Fortschritte. Aber jetzt sind die Zwillinge nicht länger die zuletzt geborenen.

Abbildung: Lucy und Salama -

Wir haben ein neues Baby namens Clara (das ist nicht ihr wirklicher Name, aber ich möchte sie gerne so rufen). Clara ist einen Monat alt, aber man könnte leicht glauben, dass sie erst 2 Tage alt ist weil sie so winzig ist. Sie wurde als Fruehchen geboren und ihre Mutter ist ein junges Mädchen namens Belinda. Belinda wurde mit 17 schwanger, sie ging noch in die 7. Klasse der Grundschule (nicht unüblich hier, dass Mädchen später als üblich mit der Schule beginnen). Als klar war, dass Belinda schwanger war, entschied Belinda's Mutter (und Clara's Grossmutter) dass sie nichts mit dem Baby oder der Mutter zu tun haben will und so schickte sie Belinda fort. Ein Hilfszentrum nahm Belinda auf, stellte sicher dass sie die Schule bis zur Niederkunft besuchte. Einen Monat nach der Entbindung ging Belinda wieder zur Schule und da sie jetzt auf die weiterführende Schule wechseln soll muss sie grosse Prüfungen bestehen. Und so kam Clara zu uns nach Mudzini. Sie bleibt auf unbestimmte Zeit weil ihre Mutter ja noch zur Schule geht, ihre Grossmutter sie nicht will und das Hilfszentrum keine Möglichkeit hat sich um das Baby zu kümmern. Wir in Mudzini wollen sie nicht nur, wir haben auch das Know-how sie adäquat zu versorgen dank Eurer Hilfe. Gott hat einen Plan für Clara und wir sind Teil dieses Plans.

College und Übergänge auf andere Schulen
Ich habe vielleicht schon mal davon berichtet, aber ich möchte Euch nochmals auf den neuesten Stand bringen. 4 Mädchen sind jetzt neu auf dem College, zusammen sind sie also jetzt 5 (plus Brenda, die das College in diesem Semester beenden wird). Die grosse Riziki und Salama haben als erste ihre Collegezeit begonnen, kurz später nahm Gift ihr Studium als Personalmanager auf und Kimberly wechselte auf die Technische Uni in Mombasa wo sie Tourismusmanagement studieren wird. Alle Mädchen sind glücklich mit ihrer Wahl, aber Salama ist die glücklichste. Sie ist eine richtige Expertin auf ihrem Gebiet geworden, und das bwohl sie doch nur wenige Monate zur Schule gegangen ist. Ich muss sie wirklich bewundern. Es ist toll Menschen mit ganz tollen Frisuren zu treffen und alle sagen: Das hat Salama gemacht.
Wenn ich gross bin, möchte ich gerne.... werden - dieser Satz gilt nicht mehr für diese 5 Mädchen. Sie tun was sie immer tun wollten (mit kleinen Anpassungen).
Um die älteren Mädchen auf ihre Zukunft vorzubereiten, haben wir jetzt eine spezielle Einrichtung in Mudzini. Alle 5 Mädchen sind in ein grosses Haus umgezogen und jede hat ihr eigenes Zimmer. Sie müssen jetzt selbständig mit ihrem Budget klar kommen, ihre Mahlzeiten selbst zubereiten und ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie sollen so lernen einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit zu tun. Ich muss dazu sagen, dass dies auf Vorschlag von weisen Ratgebern erfolgte, die einen grossen Erfahrungsschatz im Umgang mit Kindererziehung haben. Und es hat sich als positiv dargestellt. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass die grosse Riziki Mudzini verlassen hat um während des Studiums bei ihren Verwandten zu wohnen. Wir haben ausgiebig über diese Entscheidung nachgedacht und wir sind glücklich dass wir Riziki bis hierher begleiten und fördern durften.

Abbildung: College und Übergänge auf andere Schulen -

Wachsen und Erwachsen werden
Während die älteren Mädchen nun auf dem College sind, sind all diejenigen die gestern noch Babies waren nun schon gross. Die meisten Mädchen sind auf der Highschool oder der Oberschule. Im Moment sind Lovy, Serah Riziki und Sharon die grossen hier zu Hause. Könnt Ihr Euch Lovy als grosses Mädchen vorstellen, sie war doch gestern noch 4 und jetzt ist sie 11. Was für ein Weg!.

Mehr Zuwachs
In den letzten drei Monaten haben wir vier neue Kälber bekommen. Wir sind wirklich gesegnet. Witziger weise sind alle Kälber Kühe und so haben die Mädchen sie nach sich selbst benannt. Wir haben jetzt viele Kühe und genug Milch um davon zu leben. Während wir Kühe, Geflügel, Fische und Gemüse haben, züchtet die Schule Ziegen. Sie begannen mit zwei und haben jetzt vier. Da die Eröffnung der Schule unmittelbar bevorsteht, ist das bestimmt eine gute Idee.

Macharia ist zurück
Wir sind so glücklich dass Macharia unser Experte in der Landwirtschaft der hier in Mudzini so wunderbare Arbeit geleistet hat wieder zurück ist und vollzeitig in Mudzini arbeitet. Er ist erst zwei Monate zurück, aber wir können schon riesige Fortschritte sehen. Selbst die Felder sehen wundervoll aus in sattem Grün. Auch Saida, unsere exzellente Köchin, ist wieder da und sie ist einfach klasse. Ich bin so glücklich dass ich schon anfange zu singen.

Abbildung: Sonja mit den Mädchen -

Heim für Jungen
Die Grundstücksmauern für das Jungenheim das nur wenige Meter vom Mädchenheim entfernt ist, sind fertig. Die Fundamente werden bald folgen und dann haben die Mädchen irgendwann Brüder, Junior kann mit Kollegen spielen und viele Leute im Dorf können eine Arbeit finden. Und das Wichtigste: Die Jungen haben endlich auch ein Zuhause.

Schule
Die Bauarbeiten an der Schule sind fast beendet. Im vierten Stock müssen nur noch drei Räume fertig gestellt werden. Dann werden wir die Klassenzimmer einrichten und die Schule kann ihren Betrieb aufnehmen. Das war solange unser Traum, nun werden wir ihn realisieren!

Adoption
Baby Grace Fahari Chea ist zur Adoption frei gegeben und im Moment ist sie gerade bei ihren Adoptiveltern um die Bindungsphase zu beginnen. Obwohl wir Chea innig lieben und sie gerne hier behalten hätten möchten wir aber auch einem Paar die Möglichkeit geben, ein Kind zu adoptieren. Und so sind wir glücklich dass sich alles zusammenfügt, die Adoptiveltern sind
glücklich und Grace auch. Es ist also eine Win-Win-Win-Situation.

Das alles kann natürlich nur geschehen, weil Ihr niemals aufhört Gutes zu tun. Wir danken Euch von Herzen für all Eure Hilfe, sei
es ein Gebet, ein Geschenk, ein Gedanke, ein Ratschlag - was immer Ihr auch tut, wir wissen es zu schätzen.

Von uns Allen in Mudzini - Asanteni sana.
Catherine

Februar 2016: Neuigkeiten aus Mudzini

Hallo liebe Freunde,
Wie immer bete ich dafür, dass es Euch gut geht. Ich weiss, Ihr werdet Euch wundern was aus meiner Absicht geworden ist, Euch zeitnah mit Neuigkeiten aus Mudzini zu versorgen. Mein Versprechen besteht noch und ich habe in der Zwischenzeit Vieles erledigt, bin aber noch nicht dazu gekommen Euch davon zu berichten. Deshalb hole ich jetzt das Versäumte heute nach.
Wie Ihr Euch erinnern werdet, haben vier Mädchen ihre Grundschulausbildung beendet. In der letzte Woche sind diese Vier dann auf die High School gewechselt und dafür gab es eine Menge vorzubereiten. Jetzt ist Rachel in der Moi High School fuer Mädchen in Nairobi, Shishi und Celina in der Teresa D’Lima Oberschule in Machakos. Alle Drei haben sich dort gut eingelebt und wir sind glücklich, dass wir ihnen diese Möglichkeiten eröffnen konnten.
Salama, die Vierte aus der Gruppe, ist auf eine berufsbildende Schule für das Friseurhandwerk/Kosmetik gewechselt und beginnt Anfang März mit ihrer Ausbildung. Riziki Ambani (auch die grosse Riziki genannt) hat sich im Star Institute eingeschrieben, wo sie Buchhaltung lernen wird. Sie scheint die Buchführung wirklich zu mögen und möchte in die Fusstapfen von Tante Eunice treten, wenn sie fertig ist. Die Einzige die noch eine Weile bei uns bleiben wird ist Gift. Sie hat sich für eine Ausbildung beworben, die erst im April beginnt. Sie hilft mir derweil in der Bücherei, katalogisiert und überwacht die Buchausleihe.
Wir warten noch auf Kimberly’s Oberschulexamen. Danach wechselt sie aufs College. Noch ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Berufswunsch Lehrer und Hauswirtschaft, will sich erst entscheiden wenn sie ihre Noten bekommt. In der Zwischenzeit verbessert sie ihre Computerfähigkeiten.

Andere Neuigkeiten
Am 17. Februar haben vor unseren Augen zwei Kühe zwei süße Kaelber (weibliche Tiere) geboren. Wir sind ja schon seit längerem "Viehzüchter", aber noch niemals sind Jungtiere bei Tage geboren worden (sonst immer mitten in der Nacht), und jetzt gleich zwei Kälbchen zur selben Zeit und von 2 verschiedenen Müttern. Wir waren begeistert und freuen uns sehr über den Zuwachs. Wir wollen sie vielleicht Leonida und Grace nennen, aber das ist noch nicht entschieden. Die Mädchen werden sich um die Neugeborenen kümmern. Wir danken Gott, dass er uns diese Jungtiere geschenkt hat.
Seit diese älteren Mädchen im Internat oder auf dem College sind, wurde es sehr teuer und unökonomisch den grossen Bus nur halbvoll als Schulbus einzusetzen. Daher haben wir jetzt einen Van gekauft, quasi als kleinen "Bruder" des grossen Busses. Wenn die Grundschule in Mudzini endlich ihren Betrieb aufnimmt, kann der Van dann auch alle Kinder transportieren, die ausserhalb von Kikambala wohnen. Die Mädchen lieben den kleineren Bus und haben ihn Prestige getauft. Warum wohl ????
Der Schulneubau steht vor dem Abschluss. Schon sehr bald können wir die sehnlichst erwartete Grundschule in Mudzini einweihen. Wir danken Euch sehr fuer Eure Unterstuetzung. Bitte lasst uns den eingeschlagenen Weg weiter fortschreiten.
Alles Gute fuer Euch
Catherine

Abbildung: Schulbusse Mudzini - Der grosse Bus auf der linken Seite und der kleine "Bruder" rechts

Februar 2016: Neuer Schulbus "Prestige"

Abbildung: De neue Schulbus - den die Kinder liebevoll "Prestige" getauft haben

Januar 2016: Frohes Neues Jahr!

Ein frohes Neues Jahr zum wiederholten Male, das neue Jahr geht mit Riesenschritten voran. Ich hoffe, es gefällt Euch bislang und Eure guten Vorsätze sind noch nicht über den Haufen geworfen worden. Mein guter Vorsatz besteht darin, dass ich Euch zeitnäher auf dem Laufenden halten möchte. Ich hoffe sehr, ich halte mich daran - so Gott will.
Die Feiertage waren geprägt von gutem Essen und vielen Einkäufen. Jetzt ist wieder Schule angesagt, für manche Mädchen überhaupt zum ersten Mal. Angel, Emily und Fatma haben in der letzten Woche mit der Schule begonnen. Vor drei Jahren kamen Emily und Angel als zarte zerbrechliche Babies, ihre Geschichte war wirklich traurig.
Heute ist ihr Leben so ganz anders (und nicht nur ihres), weil Ihr uns helft ihre Geschichten neu zu schreiben. Und das macht den Unterschied: Eure Gedanken und Gebete, Eure Liebe und Eure Spenden die ihr nach Kikambala bringt. Deshalb immer wieder DANKE für alles, was Ihr tut. Wir wünschen den drei kleinen Mädchen alles Gute auf ihrer Schullaufbahn, die jetzt gerade begonnen hat.
Rachel, Shishi und Celina warten darauf mit den acht anderen Mädchen auf die High School zu gehen, während Salama nun mit Gift, Riziki und Kimberly bereits aufs College wechseln. Wir werden von allen Mädchen berichten wie sie sich weiterentwickeln.
Nochmals Danke für all Eure Gaben und ein gesegnetes Jahr.
Catherine

Abbildung: Fatmah in der Mitte - beginnt mit Angel und Emily ihre Schullaufbahn

Januar 2016: Prüfungsergebnisse

Euch Allen ein frohes Neues Jahr.
Ich hoffe es geht Euch gut. An diesem Silvestertag bringe ich Euch gute Nachrichten. Die Prüfungsergebnisse unserer vier Mädchen Rachel, Celina, Shishi und Salama vom November sind endlich eingetroffen und alle Vier haben sehr gute Noten bekommen. Wir sind so stolz auf sie. Rachel hat 398 Punkte, Shishi 378, Celina 376 und Salama 200 von 500 möglichen. Im Hinblick auf ihre beschwerliche Schullaufbahn ist das wirklich fantastisch. Gerade Salama, die sich immer so schwer getan hat mit dem Unterrichtsstoff, hat sich durch die Prüfung gepaukt und letztlich ihr Zeugnis erhalten. Nun möchte sie gerne aufs College gehen um dort zur Kosmetikerin ausgebildet zu werden und wir werden sie dabei unterstützen.
Auf der anderen Seite machen uns unsere Zwillinge Freude. Lucy und Salama krabbeln jetzt endlich. Wir waren etwas in Sorge, weil die Beiden ja zu Beginn des Monats schon 1 Jahr alt wurden und so sind wir sehr glücklich, dass sie jetzt diese physischen Fortschritte gemacht haben. Ein wirklicher Meilenstein für die Beiden.
Wir in Mudzini möchten Euch immer wieder sagen, dass es Eure Gebete, Eure Liebe und Eure Unterstützung sind, die alle diese Mädchen so weit gebracht haben. Wenn wir ihre Erfolge feiern, feiern wir auch Euch. Wir wünschen Euch Allen ein wundervolles Neues Jahr mit vielen guten Ereignissen in Eurem Leben.
Alles Liebe,
Catherine

Weihnachten 2015: Merry christmas

Liebe Freunde,
ich hoffe es geht Euch gut. Weihnachten 2015 steht vor der Tür. Ich kann es kaum glauben, dass das Jahr sich schon wieder dem Ende neigt. Wo ist nur die Zeit geblieben. Im Rückblick können wir zweifellos sagen, dass 2015 ein gutes Jahr gewesen ist. Das heisst nicht, dass es keine Herausforderungen gegeben hat, aber weil es Euch in unserem Leben gibt, weil Ihr an uns denkt, uns schreibt, uns unterstützt, uns liebt, für uns betet, uns Gastfreundschaft gewährt, uns besucht und einfach für uns da seid, sind wir soweit auf unserem Weg vorangekommen und weisere und bessere Menschen geworden. Durch Eure Hilfe konnten wir uns um 55 Mädchen und einen Jungen kümmern, sie medizinisch versorgen, ihnen eine liebevolle Heimat bieten und den Schulbesuch ermöglichen. Während ich dies schreiben, habe einige Mädchen die ersten Abschnitte ihrer Schullaufbahn beendet, warten auf ihre Ergebnisse um dann auf weiterführende Schulen zu wechseln.
Leider fehlen mir Zeit und Raum um ausführlich darüber zu berichten, welche wunderbaren Veränderungen Eure Hilfe in unser Leben und in die Gemeinde Kikambala gebracht hat, und das nicht nur im zu Ende gehenden Jahr sondern auch in den Jahren davor. Die Zahl der betreuten Mädchen ist gewachsen, die Kinder sind älter geworden, einige habe die Schule abgeschlossen, andere sind versetzt worden, einige gehen zur Universität oder aufs College, andere beginnen erst mit der Schule und wieder andere Mädchen verlassen Mudzini um auf eigenen Füssen zu stehen. Auch haben wir mehr Kühe, Hühner und Fische, der Bau der Kikambala Gemeindeschule ist fast abgeschlossen (im Moment arbeiten die Handwerker am 3. Stock) und neue Mitarbeiter sind zu uns gestossen.
Wenn wir hier im Mudzini Kwete Centre Trust die Feiertage begehen möchten wir auch Euch ein glückliches Weihnachtsfest wünschen mit Freude und allen guten Dingen des Lebens. Moege das Neue Jahr für Euch und allen, die Euch wichtig sind, Glück bescheren.
Der Herr segne Euch,
Catherine
For MKCT.

Abbildung: Catherine... - berichtet über die Situation im Mudzini Kwetu Centre

November 2015

Hallo Ihr,
viele Grüße aus dem manchmal zu kalten und manchmal zu heissen Kikambala (ich weiss, das hört sich seltsam an, aber dazu später mehr).
Wie immer hoffen wir, dass es Euch gut geht, der Herr schützend seine Hand über Euch hält und Ihr glücklich seid. Uns hier in Kikambala geht es ungewöhnlich gut und dafür sind wir dankbar. Hier kommt ein kurzer Überblick für Euch.
Unsere fünf Mädchen Kimberly Ali, Rachel Claris, Celina Kazungu und Mwamini Wanjiru (auch Shishi genannt) haben ihre Abschlussexamen erfolgreich beendet, was bedeutet dass Kimberly die Highschool beendet hat und die anderen Vier die Grundschule. Jetzt denken wir über das College bzw. die Highschool für die Mädchen nach, aber zunächst sollen sie erstmal ein bisschen Spass haben, denn es waren vier bzw. acht harte Jahre des Lernens für die Fünf. Rachel. Salama, Shishi und Celina haben Joy and James Obara besucht um dort ihren erfolgreichen Schulabschluss zu feiern und es war eine tolle Zeit für sie. Kimberly hat ihre persönlichen Dinge aus der alten Schule geholt, bringt sich jetzt hier zu Hause ein und wartet auf ihre Noten. Sie sagt sie würde gerne etwas jobben bevor sie im nächsten Jahr aufs College geht und wir arbeiten jetzt an diesem Plan.

Angel und Emily, unsere älteren Zwilligen (wir haben ja auch jüngere) wurden zu Beginn des Monats 3 Jahre alt und werden nächstes Jahr mit der Vorschule beginnen, ebenso wie Fatuma und Nuru. Wir haben eine "Lehrerin" engagiert um sie darauf vorzubereiten, das Schuljahr beginnt im Januar. Zawadi Kazungu, ist unsere "Lehrerin" für das neue Schuljahr und sie wird von Halima Omar unterstützt. Dieser Unterricht ist so ernsthaft, dass die Kleinen schon zählen können, malen und andere Dinge die man sonst nur in der Vorschule lernt. Hoffentlich werden sie sich ab Januar erfolgreich auf ihrer Schullaufbahn weiterentwickeln. Und wir sind stolz, dass wir unsere ältere Mädchen dafür gewinnen können, den Kleinen etwas beizubringen.

Abbildung: Unser Schulteam für 2016 - Emily und Angel, die Zwillinge, mit Fatuma in der Mitte

Die Schule endete am 20. November für die heissersehnten Weihnachtsferien. Wir danken Gott für die uns geschenkte Gesundheit, Würde und Kraft und dafür dass die Mädchen auch im nächsten Jahr zur Schule gehen dürfen. Alle Mädchen waren stolz, dass sie in die nächste Klasse aufrücken konnten. Natürlich können auch in Kenia die Kinder sitzen bleiben, wenn sie die Anforderungen nicht erfüllen. Und so waren wir alle glücklich, dass niemanden dieses Schicksal ereilt hat. Uns ist bewusst, dass die alles ohne Eure großzügige Hilfe, Eure Gebete und Eure moralische Unterstützung nicht möglich gewesen wäre. Damit ein Kind erfolgreich lernen kann, muss es wohl genährt, physisch und emotional umsorgt, geliebt, unterstützt und ermutigt werden - und all das habt Ihr getan. Dafür danken wir Euch von Herzen.

Abbildung: Einige Mädchen - bereiten sich auf einen Festtanz vor um ihre Versetzung zu feiern.

Mapenzi hat sich in ihrer Sprachentwicklung entscheidend verbessert. Sie bildet nun ganze Sätze. Ausserdem ist sie gewachsen und ein glückliches Kind. Wenn Ihr Euch an Mapenzis Geschichte erinnert werden Ihr mir zustimmen, dass sie ein schweres Stück Arbeit hinter sich hat. Dass sie die Schule besuchte und ausserdem Förderunterricht mit einem Therapeuten erhielt hat sich ausgezahlt. Danke, dass Ihr das möglich gemacht habt und vergesst nicht, weiterhin für sie zu beten.

Die Regenzeit hat mit interessanten Verläufen begonnen. In Kikambala regnet es ohne Unterbrechung einen Tag und eine Nacht, dann sind die Strassen überflutet und danach wird es unerträglich heiss. Dieser Wetterverlauf erlaubt es uns, Getreide anzubauen, aber auch kühlere Tage zu geniessen. Und es trägt dazu bei, dass unser Landstrich nicht von extremen Überflutungen heimgesucht wird. Wir danken Gott für dieses relativ gemäßigte Klima, weil viele Gegenden unter sintflutartigen Regenfällen leiden. Manche Menschen verloren ihr Hab und Gut und andere sind sogar in den Fluten umgekommen.
Der Bau der Mudzini Kwetu Grundschule schreitet voran. Und auch alles andere geht seinen gewohnten Gang. Wir sind so dankbar für Alles.
Nochmals DANKE dass Ihr das alles ermöglicht. Wir wissen Euch in unserem Leben zu schätzen.
Catherine

Oktober 2015

Hallo aus Kikambala.
Ich hoffe, Es geht Euch gut. Hier kommen die neuesten Nachrichten aus unserer Einrichtung.

Halbjahr
Die Zeit fliegt, das Schuljahr das ja so chaotisch begann weil die Lehrer im Ausstand waren, ist schon halb rum. Die größeren Mädchen waren Anfang Oktober zu Hause und die kleineren Mitte Oktober. Und bald gibt es schon Weihnachtsferien. Wir waren alle so froh, dass der Schulbetrieb wieder störungsfrei lief und ich weiss, dass Ihr dafür gebetet habt nachdem ich Euch davon erzählte. Salama geht es auch wieder gut, Ihr werdet Euch vielleicht erinnern, dass ich in der letzten Nachricht davon sprach, dass wir sie ins Krankenhaus zur Untersuchung bringen mussten. Vielen Dank auch dafür, dass Ihr sie in Eure Gebete eingeschlossen habt.

Prüfungen
Das Staatliche Examen zum Abschluss der Weiterführenden Schulen hat Mitte Oktober begonnen. Kimberly Ali nimmt daran teil. Die Prüfungen ziehen sich über einen Monat hin, danach wird sie die Fachschule besuchen und danach auf den Arbeitsmarkt entlassen.
Mitte November werden vier unserer Mädchen die Abschlussprüfungen für die Grundschulen hinter sich gebracht haben. Rachel, Celina, Shishi und Salama legen zwischen dem 10/12 November ihre Examen ab. Danach geht es für die Vier auf jene Highschool, die Kimberly dann verlassen wird. Es war ein weiter Weg für die Mädchen und wir freuen uns zu beobachten, wie weit sie schon gekommen sind. Wir danken Euch dafür, dass Ihr dies alles ermöglicht und mitgetragen habt. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr den Mädchen ermutigende Briefe schicken:

Kimberly Ali
Mtwapa Elite Academy
P.O. Box 40333/80100,
Mombasa

bzw.
Rachel Claris, Celina Kazungu, Mwamini Wanjiru und Salama Thoya
Maryjoy Kindergarten and Primary
P.O. Box 98221
Mombasa

Gift und Riziki
Die Beiden haben die Highschool beendet und gehen im kommenden Jahr aufs College. Sie haben endlich ihre Personalausweise erhalten, was für Beide ein wirkliches Erlebnis war, denn es bedeutet dass sie nun erwachsene Kenianer sind die arbeiten und wählen dürfen. Wir freuen uns mit ihnen.

Anthony ist zurück
Wie Ihr vielleicht wisst, war Anthony auf Geschäftsreise. Mehr als 1 1/2 Monate war er nicht in Mudzini und wir haben ihn sehr vermisst. Die Kinder haben ein Lied für seine Rückkehr geschrieben und gesungen, ich war wirklich gerührt es zu beobachten. Jetzt ist er schon wieder auf einem Gemeindemeeting, auch dort wurde er sehr vermisst.

Regenzeit
Nach einer unsägliche langen Trockenperiode hat es endlich ausgiebig geregnet. Auch wenn wir uns freuen, dass wir endlich unsere Felder wässern können und gute Ernte einfahren können, machen wir uns auch ein bisschen Sorgen. Der Wetterbericht spricht von so starken Regenfällen, das sie dem El Nino Phänomen gleichgesetzt werden. Wenn die Wetterleute recht behalten (und wir hoffen sehr, dass sie sich täuschen), dann werden weite Teile des Landes überflutet, und insbesondere die Küstenregionen wird es hart treffen. In einigen Landesteilen hat man damit begonnen, die Menschen zu evakuieren. Wir haben alles getan, um uns auf den Regen vorzubereiten, haben Gräben gebuddelt und die Wasserabflüsse verbreitert - aber auch genug angesät.

Feiern und trauern
Wir feiern mit einem Ehepaar aus unserer Gemeinschaft deren 40. Hochzeitstag. Möge ihnen noch viele gemeinsame Jahre geschenkt werden. Gemeinsam trauern wir um die Mutter eines unserer Mitglieder und wünschen Ihnen Trost.

Wir danken Gott, dass er Euch an unsere Seite stellt. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Catherine

Ende September 2015

Hallo aus Kikambala,
wir hoffen bei Euch ist alles in Ordnung.
Ich dachte mir, ich schreibe mal eine kurze Nachricht um Euch auf dem Laufenden zu halten, insbesondere was die Schule betrifft...

Lehrerstreik und Schulschliessung
Wie Ihr vielleicht wisst, sind die Lehrer an den öffentlichen Schulen seit dem Schulstart im Ausstand. Lehrerstreiks sind nichts Ungewöhnliches, aber niemals haben uns die Auswirkungen so hart getroffen wie zur Zeit. Unsere Mädchen besuchen ja Privatschulen und so waren wir in der Vergangenheit von den Ausständen niemals betroffen. Als das neue Trimester mit dem Lehrerstreik begann, haben wir uns umgehört, Schecks ausgestellt und die Kinder zu verschiedenen Schulen geschickt. Nur, damit Ihr mal einen Überblick habt: Wir senden die Mädchen auf 5 verschiedene Privatschulen in verschiedenen Landesteilen. 5 Kinder besuchen die Schule in Makueni, 3 in Nairobi, 1 in Mtwapa, 18 in Mombasa und 17 andere in Nyali. Zusammen mit den 8 noch nicht schulpflichtigen Mädchen und den 3 Collegestudenten kommen wir auf 55 Kinder. Die Mehrzahl unserer Mädchen leben zur Zeit im Internat.

Alle Mädchen hatten sich sehr gut in den Schulen eingelebt - bis letzte Woche. Aber am Freitag hiess es in den Nachrichten, dass die Regierung verfügt hat, dass alle Schulen bis auf Widerruf geschlossen werden. Nur die Kinder der 4. bzw. 8. Klassen dürften weiter beschult werden. Ich war gerade auf dem Weg nach Makueni um einer Schulveranstaltung beizuwohnen und so hörte ich die Nachricht nicht. Bei unserem Meeting zeigten sich die Eltern besorgt über die Sicherheit der Kinder, aber der Rektor versicherte ihnen, dass alles unter Kontrolle sei und die Schule ohne Unterbrechung weiterliefe. Man würde die Eltern sofort unterrichten wenn die Schule geschlossen werden müsse. Ich verliess Makueni am Samstagabend und die Eltern waren zufrieden. Die Kinder würden weiterlernen können und irgendwie verstand ich die ganze Aufregung auch nicht. Am Sonntagmorgen sagte mir die Schulleiterin der Einrichtung, auf die unsere ganz Kleinen gehen, dass der Betrieb ganz normal weiterliefe und wir die Kinder zur Schule schicken sollten. Ich wunderte mich zwar, warum sie mich mit dieser Nachricht kontaktierte aber ich versicherte ihr, alles sei okay. Erst als ich die Kinder selbst befragte, hörte ich von der Nachricht aus den Medien. Und heute riefen zwei Schulen an und sagten, wir möchten die Kinder abholen, weil die Schule bis auf Weiteres schliesse. Das heisst, alle Kinder vom 7. Schuljahr bis zum Kindergarten bleiben zu Hause, so lange bis wir sie wieder zur Schule schicken dürfen. Niemand kann voraussagen, wann auch die anderen Schulen bei uns anrufen und melden, dass sie den Betrieb einstellen, aber bis jetzt hoffen wir, dass das nicht passiert. In der Zwischenzeit müssen wir vielleicht einen Hauslehrer engagieren, der die Mädchen in der Einrichtung unterrichtet.

Schriftstellerin als Zukunftsziel
Ich erwähnte bereits, dass ich in am Wochenende in Makueni an einer Schulveranstaltung teilnahm. Dort geht Pauni, eines unserer älteren Mädchen zur Schule. Es ist eine Art Elternsprechtag, an dem Eltern, Lehrer und Schüler sich über die Leistungen und Disziplin austauschen, aber auch Verbesserungsvorschläge für den Schulalltag einbringen. Ich muss sagen, dass ich von Paunis Leistungen wirklich beeindruckt war. Während die meisten Kinder seit Beginn des Schuljahres in ihren Leistungen immer schwankend waren, ist sich Pauni treu geblieben und eine wirklich gute Schülerin. Sie ist eine solide 2- in allen ihren Fächern. Wir haben uns über die Stärken und Schwächen unterhalten. Sie ist sehr gut in Religion, Englisch, Swahili Erdkunde und Landwirtschaft. Mathe, Physik und Chemie machen ihr Probleme (was ich gut verstehen kann, denn ich konnte das auch nicht gut). Wir haben einige Ideen entwickelt, wie sie sich in diesen Fächern verbessern kann und sie möchte diese ausprobieren. Sie will auf eine 2+ hinarbeiten und ist überzeugt, dass sie es schafft (ich bin es auch). Wenn sie es erreicht hat, können wir neue Ziele angehen. Sie sagte mir dass sie Bücher schreibt und sie möchte, dass ich ihre Manuskripte lese. Sie möchte Schriftstellerin werden, wenn sie gross ist. Nun müssen wir Wege finde, um dieses Talent zu fördern.

Salama ist krank
Salama Thoya fühlte sich krank. Die Schulleitung rief an und bat uns, sie abzuholen. Wir haben sie gestern Abend und heute Morgen im Krankenhaus vorgestellt, sie bekommt Medikamente und wir hoffen, dass es ihr bald wieder besser geht.

Das war es für heute. Wir werden Euch weiter auf dem Laufenden halten.
Wir danken Euch wie immer für Eure Hilfe, die wir sehr wertschätzen.
Catherine

September 2015

Liebe Grüße aus Kenia.
Ich hoffe, es geht Euch Allen gut. Hier ist ein kurzer Überblick aus Mudzini.

Die Schule beginnt wieder
Heute, am 07. September, beginnt nach einem Monat Ferien wieder die Schule. Die Mädchen sind nach und nach an ihre Schule zurück gekehrt um das letzte Trimester in diesem Jahr zu beginnen. Es ist das wichtigste der drei Einheiten pro Jahr, denn jetzt entscheidet sich, ob die Kinder zur nächsten Schulform übergehen können. Für 5 unserer Schülerinnen stehen also besondere Herausforderungen ins Haus: Rachel, Shishi, Salama, Celina und Kimberly. Alle 5 müssen besondere Examina ablegen und dann wird klar werden, ob die vier Erstgenannten zur Highschool überwechseln koennen und Kimberly aufs College. Alle andere Mädchen kommen in die nächste Klasse und Emily, Angel und Fatuma beginnen mit der Vorschule. Wir sind Gott so dankbar für die Fortschritte, die alle diese Kinder machen.

Reisen
Mit Beginn der Sommerferien reisten Jumwa Mweni und Christine Sidi nach Nordirland um an Mamma Jean's Teaparty teilnehmen bei der Spenden für Mudzini gesammelt werden. Die beiden Mädchen waren noch niemals ausserhalb Kenias und sie war beeindruckt und auch ein bisschen verwirrt von allem was sie erlebten, angefangen von den check-ins am Flughafen, den Starts und Landungen, und dem so ganz anderen Lebensstil in Ireland. Sie waren so dankbar für diese Möglichkeit der Begegnungen und sie haben es für sich und unsere Einrichtung in bester Art und Weise genutzt. Mehr als einmal sangen sie auf diversen Veranstaltungen und sie sprachen von all dem, was die Spender ihnen an Gutem tun. Wir danken Gott, dass es immer wieder Menschen gibt die unseren Schülerinnen diese Reisen ermöglichen. Und ein besonderer Dank gilt den Keowns, der Abschied fiel uns so schwer, dass wir am liebsten für immer in Nordirland geblieben wären.

Bibel Club
Der Bibel Club 2015, den die Mädchen im Wesentlichen alleine ausgerichtet hatten, war wieder mal ein voller Erfolg. Brenda hat die Hauptorganisation übernommen und für alle Anderen einen Arbeitsplan erstellt. Sie hat auch alle Veranstaltungen aufgezeichnet, sodass wir sie zum einem späteren Zeitpunkt nochmals ansehen können. Gift war für die Aktivitäten zuständig und hatte darauf geachtet, dass jedes Mädchen sich einbringen konnte. Zawadi brachte uns die Bewegungen zu den neuen Songs bei, Pauni verwaltete die Geschenkebox und stellte sicher, dass jedes Mädchen einen Preis erhielt, Neema passte auf die kleineren Kinder auf, und Rachel, Serah, Faith, Wambui, Jumwa Shishi und viele andere wechselten sich beim Geschichten Vorlesen ab, lehrten die Anderen die Kehrverse und kümmerten sich um dies und das. Und so kann man feststellen, dass wirklich jedes Mädchen sich an irgendwas beteiligt hat und wir alle eine tolle Zeit miteinander hatten. Ich kann nur immer wieder staunend bemerken, wie verantwortungsbewusst alle Schülerinnen geworden sind und ihre Welt wird sich komplett für sie verändert haben wenn sie erwachsen geworden sind.

Fussball
Am Ende des Bibel Clubs hatten wir die Möglichkeit mit einer Mädchengruppe aus Kilifi zu beten, lernen und Fussball zu spielen. Wir boten auch eine seelsorgerische Stunde zum Thema "Veränderungen in unserem Leben" an und die Mädchen waren sehr aufmerksam und interessiert. Und so endete unser Bibel Club und damit auch die Sommerferien in angenehmer Stimmung. Nun heisst es für Jede wieder: zurück zur Schule und den eigenen Lebenstraum verwirklichen.

Wie immer danken wir Euch herzlich dafür, dass Ihr durch Eure Gebete, Gedanken und Gaben Teil unserer Familie seid und unseren Mädchen die Möglichkeiten zur Entfaltung gebt.
Seid gesegnet,
Catherine

Abbildung: Neues aus Mudzini -

Juni 2015

Neues Baby
Am frühen Montagmorgen bekamen wir wieder mal die Gelegenheit das Leben eines kleinen Mädchens zum Positiven zu verändern.
Fatma Kavumbi ist vier Jahr alt und könnte die Vorschule besuchen, aber die Umstände sprachen bislang dagegen. Das sie überhaupt noch lebt, ist eine Gnade des Schicksals und ich erzähle Euch auch warum: Fatma wurde auf den Strassen von Kilifi geboren und ihre Mutter war geistig behindert. Fatma durchlebte Kälte, Hunger und andere Gefahren, die typisch sind für ein Leben auf der Strasse. Als sie noch ein kleines Baby war, war ihre Mutter so beschützend dass sie sogar Gewalt einsetze und so konnten wir Fatma nicht aus ihrer Situation retten. Das Mädchen wuchs trotz der widrigen Umstände zu einem gesunden und kräftigen Kind heran. Als sie laufen konnte und ihr Bewegungsradius größer wurde, gelang es uns sie zu retten. Das örtliche Jugendamt wurde auf sie aufmerksam, und das kleine Mädchen wurde in ein Heim in Kilifi überstellt.
Leider oder vielleicht auch nicht, fand die Mutter heraus wo sich ihr Kind aufhielt und sofort schlug sie ihr Lager vor der Einrichtung auf. Sie wollte ihre Tochter zurück und liess nicht locker. Das nennt man Mutterliebe.
Also musste etwas geschehen, damit Fatma ein normales Leben führen, zur Schule gehen und irgendwann einmal für sich selbst und vielleicht sogar für ihre Mutter sorgen könnte. Deshalb wurde sie nach Mudzini gebracht, damit sie die Schule besuchen kann. Ihre Mutter ist derweil in eine psychiatrische Klinik aufgenommen worden. Ihre Prognosen sind nicht wirklich gut aber wir hoffen das Beste für sie. Fatma hat nun ein warmes Bett, viele Schwestern und die Möglichkeit zur Schule zu gehen, dank Ihrer Unterstützung.
Wir haben noch ein Stück Arbeit vor uns, denn das kleine Mädchen muss noch viel lernen, auch ist sie ein wahrer Trotzkopf. Aber wir werden es schaffen!

Abbildung: Fatma zeigt ihr neues Blumentop -

Das Leben eines Afrikanischen Kindes
Gestern haben wir den ganzen Tag in Malindi verbracht um den Tag des Afrikanischen Kindes zu feiern. Das Thema der sehr gut besuchten Veranstaltung war vordringlich verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um Kinderehen zu verhindern die in der Küstenregion immer noch gang und gäbe sind. Wir müssen diesbezüglich dort noch vieles tun.
Gift und Ryiki haben mit Computerunterricht begonnen um sich auf das College vorzubereiten. Riziki interessiert sich für Vorschulerziehung während Gift am liebsten "irgendwas mit Ernährung" machen möchte. Bitte betet für sie wenn sie jetzt ihren Berufsweg beginnen.

Abbildung: Dese Zwei liessen die langen Reden kurzweiliger er -

Das Schulbauprojekt kommt langsam aber stetig voran. Der Bauleiter erzählte mir dass wir den Bau für die Wahl 2017 nutzen werden. Auch wenn das noch einige Zeit hin ist, heisst es dass er ein Ziel hat, einen Zeitplan, eine Vision. Zu diesem Zeitpunkt werden alle Etagen fertig sein, die Schule wird möbliert sein und der Schulbetrieb wird laufen. Ich war neulich im Gebäude und war überwältigt von dem was ich sah. Die Klassenräume sind geräumig, der Kindergarten ist so kindgerecht und direkt vor den Waschräumen für die Babies gibt es noch einen Brunnen. Die Schule ist einfach fantastisch.
Übrigens notiere ich jetzt schon die Namen der Eltern die ihre Kinder gerne in der Schule anmelden möchten. Wir handeln nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Also sollte man sich beeilen, und da mache ich keine Späße.
Die Zwillingsbabies entwickeln sich prächtig und alle anderen Mädchen auch.
Eines ist sicher: Eure Hilfe macht einen Unterschied für jedes Kind hier. Unseren aufrichtigen Dank für all Eure Hilfe. Wir könnten es ohne Euch nicht schaffen.
Asanteni sana.
Catherine

Abbildung: Grace und Fatma - sind gerade nicht auf einer Wellenlänge

Abbildung: Wenn Ihr nicht alle anderen erkennen könnt... - Saumu's Lächeln ist unübersehbar, auch die quasselnde Faith. Und Kimberley sticht sofort ins Auge, was immer sie auch gerade abgeben will.

April 2015

Lange überfällige Neuigkeiten
Unsere immer größer werdende Familie wurde mit einem Bündel der Freude gesegnet: Einem weiteren Zwillingspärchen. Lucy und Salama Khamisi sind jetzt 2 Monate alt und wiegen 4 Kilo, aber als sie zu uns gebracht wurden waren sie nur drei Wochen alt und noch nicht einmal 2 Kilo schwer. Die Mutter der eineiigen Zwillinge starb im Kindbett und der Vater soll mental instabil sein. Die Kinder wurden bei den Grosseltern belassen die sich alle Mühe gaben, sie am Leben zu erhalten. Sie gaben ihnen Kuhmilch und davon wurden die Babies leider krank. Also kamen sie ins Kilifi Allgemeinkrankenhaus von wo wir sie übernahmen. Wir gaben ihnen Babymilch und nun wachsen und gedeihen sie. Wir danken Gott für die Möglichkeit das Leben dieser kleinen Winzlinge positiv zu verändern und natürlich danken wir auch Euch.

Schulische Dinge
Pauni Omar
geht jetzt wie die vier anderen Mädchen (die kleine Jane, Neema, Halima und Zawadi) auf die Our Lady of the Assumption High School in Makueni County. 11 Mädchen sind an der Mary Joy Grundschule als Internatsschülerinnen und weitere vier (Rachel, Celina, Salama und Shishi) werden in diesem Jahr dorthin wechseln. Die drei neuen Familienmitglieder Rehema, Grace and Leah gehen zur Vorschule. Wir danken Euch allen, dass ihr den Mädchen es ermöglicht zur Schule zu gehen.
Alle Mädchen waren zum Schulhalbjahr am letzten Wochenende zu Hause. Es war so schön, sie alle wieder um sich zu haben.

Meilensteine
Charity Kalule
und Nuru Kayungu können seit dem letzten Monat laufen. Die Zwillinge Emily und Angel beginnen zu sprechen und Grace Chea kann jetzt sitzen und krabbeln. Als alle diese kleinen Mädchen nach Mudzini kamen waren es zerbrechliche Wesen, aber schaut nur wie sie sich entwickelt haben. Wir danken Gott dafür.

Neue Mitarbeiter
Wir haben einige neue Mitarbeiter an Bord. Mercy (Manager), Miriam (Hausmutter), Martin (Buchhalter) und Sebastian (Fahrer) begannen letzten Monat. Einige von ihnen ersetzen frei gewordene Stellen weil die ehemaligen Mitarbeiter andere Berufsziele haben, aber einige Positionen haben wir auch neu geschaffen damit die Organisation verbessert wird. Faith, Agatha und Yvonne haben uns im letzten Monat verlassen.

Mudzini Schule
Die Schule macht weiterhin Fortschritte. Wir können es kaum abwarten bis wir öffnen werden.

Danke Euch allen dass wir es soweit gebracht haben.
Euer Engagement wird hier so sehr geschätzt.
Ganz herzlichen Dank.

Abbildung: Wer ist nun wer? - Lucy und Salama

Januar 2015

Jambo,
im Namen des Mudzini Kwetu Centers möchte ich Ihnen und Euch heute ein glückliches und gesegnetes Neues Jahr wünschen. Wenn wir auf 2014 zurückblicken, können wir nur über Gottes Güte staunen. Er ist wahrlich unser Erlöser und er hat uns schon so weit gebracht.
Dank an Euch alle, die Ihr uns unterstützt habt. Mit Eurer Hilfe konnten wir die Kinder versorgen. Gift und Riziki haben erfolgreich die Highschool beendet. Sobald sie im Februar ihre Ergebnisse erhalten, werden sie aufs College gehen um ihre Karrierewünsche dort fortzusetzen. Pauni Omar hat ihre Vorbereitung auf die Highschool mit beeindruckenden 325 Punkten abgeschlossen. Sie war total überwältigt und wir waren es auch. Bald wird sie den anderen acht Mädchen auf die Highschool folgen. Wir haben sechs neue Mädchen aufgenommen: die beiden Schwestern Mbeyu und Rukia sowie eine Familie mit vier Schwestern: Rehema, Grace, Leah und Nuru. Die vier Schwestern sind Teil einer noch größeren Geschwisterschar, es gehört noch eine ältere verheiratete Schwester dazu sowie zwei Brüder, die wir nicht aufnehmen konnten weil wir ja nur Mädchen betreuen. Aber wir haben beschlossen, bald ein Heim für Jungen zu bauen!!
Das Erdgeschoss der neuen Schule ist fertig gestellt und wir sind hoffnungsvoll, dass wir im kommenden Jahr die ersten Schüler aufnehmen können. Da jetzt das Jahr zu Ende gegangen ist, danken wir dem Herrn für seine Güte und ganz besonders dafür, dass er Euch alle in unser Leben gebracht hat. Wir beten dafür, dass Ihr auch im Neuen Jahr sehen werdet, wie sehr Eure Hilfe Gutes gedeihen lässt und dass Ihr dafür gesegnet und glücklich sein könnt.
Eine Frohes Neues Jahr Euch Alle,
In Liebe
Catherine

Abbildung: Schaukeln macht Spaß -

Dezember 2014

Hallo ihr Lieben!
Hier ein kleiner vorweihnachtlicher Gruß von uns. Das Bild zeigt die stolzen Gewinner Serah, Lovie, Sharon, Riziki und Jessica für die besten selbstgemalten T-Shirts beim Schulabschlussfest von "Kids Zone School". Das war wirklich ein großer Spaß, besonders für die Kleinen wie Somoi, Joy, Rehema und Rose aus der Playing Group, die einen total süßen Auftritt hatten. Somoi liebt eindeutig die Bühne und den großen Auftritt.
Die anderen Mädels haben auch super Zeugnisse. Wirklich eine tolle Schule mit hochmotivierten Lehrern. Priscilla, Jamila und Junior (James) haben nun den Kindergarten abgeschlossen und gehen nächstes Jahr auch auf die Primaryschool. Wobei Junior eine Sonderauszeichnung für einen "besonders guten Charakter" bekommen hat. Da kann man doch mal sehen, dass unsere Mädels den einizigen Jungen scheinbar "gut erzogen" haben.
Schöne Grüße von
Sonja und Ingo Reimann





Abbildung: Stolze Sieger der Kids Zone School -

November 2014

Liebe Familie,
herzliche Grüße von uns. Wir hoffen, es geht Euch gut. Hier sind die neuesten Nachrichten aus Kikambala.

Neue Familienmitglieder
Wir haben vier neue Gesichter in unserer immer größer werdenden Familie. Rehema, Nuru, Ratifa und Leah sind vier Schwestern im Alter zwischen 1 1/2 und 10 Jahren. Sie waren in der vergangenen Woche von Samaritern gerettet und nach Mudzini zur Betreuung gebracht worden. Ihre Geschichte ist herzzerreissend, aber Gott sei Dank sind ja jetzt bei uns. Ab jetzt schreibt das Leben neue Geschichten für sie. Danke, dass Ihr uns ermöglicht ihr Leben zu retten.
Die Zwillinge werden 2
Der Rest der Kinder wächst und gedeiht. Emily und Angel waren ja nur wenige Tage alt als wir sie aufnahmen und werden jetzt schon zwei. Mein Gott wie schnell die Zeit vergeht. Noch ein Jahr und sie gehen bereits zur Vorschule.
Ende der Examenszeit
Pauni Omar
, die grosse Riziki und Gift haben gerade ihre Schuljahresexamen beendet. Für Pauni bedeutet das das Ende der Grundschulzeit. Wenn Gott es will wird sie den anderen 8 Mädchen auf die Highschool folgen. Gift und Riziki gehen dann bereits aufs College. Welch grosse Schritte für die Mädchen. Wir warten gespannt auf die Noten und hoffen dass sie gut ausfallen werden. Euch einen besonderen Dank dass ihr diese Mädchen begleitet, ermutigt und unterstützt habt und sie immer wieder in Eure Gebete eingeschlossen habt.
Anerkennung
Habe ich bereits erwähnt, dass unsere Einrichtung für weitere drei Jahre anerkannt wurde. Gerade gestern erreichte uns das entsprechende Schreiben.

Im Namen der Kinder und Mitarbeiter möchte ich Euch Allen danken. Unsere Arbeit ist um so vieles einfacher weil Ihr uns unterstützt. Wir wissen das sehr zu schätzen und danken Gott dafür.
Er sei mit Euch,
Catherine

Oktober 2014

Liebe Grüße aus diesem Teil der Diaspora.
Ich hoffe es geht Euch gut. Hier kommen ein paar Neuigkeiten. Am frühen Morgen erhielten wir wieder mal die Gelegenheit das Leben eines Menschen zu verändern. Wir haben ein Neugeborenes in unser ständig wachsenden Familie. Baby Mariam, drei Monate alt, wurde von einem guten Samariter gerettet und nach Mudzini gebracht. Sie ist ein weiterer trauriger Fall von Verlassenwerden. Offensichtlich weiss man wer die Mutter ist und sie wird gesucht, aber im Moment sind wir einfach nur froh dass Mariam bei uns ist.
Ausserdem: Gift und die grosse Riziki beginnen ab 21. Oktober mit ihren Schulabschlussexamen. Bitte betet für die Beiden, denn die Prüfungen sind sehr wichtig. Wenn es Euch möglich schickt ihnen doch bitte eine kleine Nachricht, Karte oder ruft sie an.
Ich melde mich bald wieder.
Alles Gute für Euch,
Catherine

August 2014

Liebe Grüße aus dem regnerischen und kalten Kikambala.
Ich hoffe es geht Euch gut.
Im August sind Ferien und alle Mädchen sind wieder bei uns. Angefangen bei Brenda aus der Universität bis zur kleinen Rehema in der Babyklasse, alle unsere 50 Mädchen (und ein Junge) sind da. Wir haben das Haus voll und sind glücklich darüber. Madam Tante (so nennen alle Kinder unsere Lehrerin Agatha) sagt auch, sie freut sich dass die Schule zu Ende ist. Die Kinder sind für alle möglichen Leistungen ausgezeichnet worden, von der Verbesserung ihrer Noten, über Fleiß bis zu Ordnung. Wir nennen es Motivation oder Stimulation. Wir reservieren extra einen Tag für diese Zeremonie. Wir werden Joy Kazungo auszeichnen, weil sie in einer Woche Klassenbeste war, dann die kleine Rehema weil sie ebenfalls Klassenbeste war (wie die Lehrer das bei den Kleinsten machen, bleibt ihr Geheimnis), die kleine Jane, Serah und Jessica weil sie unter den Top 10 in ihren Klassen waren, und noch viele andere Mädchen. Natürlich werde ich an der Zeremonie teilnehmen und jeder von Euch, der kommen mag ist auch herzlich eingeladen.
Mitte August begann das Bibel Camp 2014. Seit vielen Jahren kommt schon unsere Walisische Familie nach Kenia um das Camp zu leiten. Leider klappte es diesmal nicht mit ihrem Besuch, aber durch die guten Erfahrungen der vergangen Jahre haben wir eine gute Basis es selbst zu veranstalten. Als die Mädchen hörten, dass die "Waliser" nicht kommen können, boten die Älteren an, das Camp selbst zu leiten. Mithilfe der Programme und Materialen und vielen Erfahrungen die sie in den vergangenen Jahren gesammelt haben, haben sie fantastische Arbeit geleistet. Unser besonderer Dank gilt den Stephens für alles, was sie den Kindern in den vergangenen Jahren beibrachten.
Und während wir fröhlich sangen und tanzten wurde ein neues Kalb geboren. Das bedeutet mehr Milch und wir freuen uns darüber.
Der Leiter der Kriminalpolizei in Kilifi County rief uns neulich an. Anlässlich des Einbruchs war er auf dem Gelände gewesen und er wollte nochmals zum Ausdruck bringen, welch wunderbare Arbeit wir für die Mädchen leisten. So war sein Anruf ein neuer Motivationsschub und wir sind froh nun gute Verbindungen zu ihm zu haben.
Job Mamboleo, unser Buchhalter, hat uns diese Woche verlassen. Nun stehen wir wieder am Anfang und suchen einen neuen Buchhalter. Bitte betet für uns.
Danke aber für Eure Besorgnis und Eure Gebete.

Soviel für heute. Ich melde mich wieder.
Catherine

Abbildung: Auch für sich allein finden die Mädchen Zeit -

Juni 2014

Liebe Grüße aus dem kühlen Kikambala. Anbei die neuesten Nachrichten:
Am Montag hat die Bezirksregierung für die Dauer von drei Jahren die Lizenz des Mudzini Kwetu Centre Trusts verlängert. Die offizielle Verlautbarung lautet u.a.: "wir haben keinerlei Bedenken gegen eine Weiterführung der Lizenz". Wir sind so dankbar für diese Entscheidung. Es gibt viele Organisationen wie die unsere, denen die Lizenz verweigert wurde und so nehmen wir die Zusage nicht als selbstverständlich hin, ebenso wenig wie das Lob. Wir erwarten nun mit Freude die schriftliche Bestätigung, danken Faith die uns im Meeting vertreten hat und Euch allen, die MKCT zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Die Schülerinnen der Highschool waren zum Schulhalbjahresende dieses Wochenende zu Hause. Sie alle arbeiten weiterhin fleißig und lernen jeden Tag eine Menge hinzu. Wir sind so stolz auf sie.
Auch die jüngeren Mädchen kommen am kommenden Wochenende zum Schulhalbjahresende nach Hause. Jumwa, Christine, Serah, Jessica und die anderen haben fröhlich erzählt, wie sehr sie sich verbessert haben. Jumwa hat so große Fortschritte gemacht, dass sie freiwillig ihr Halbjahreszeugnis präsentierte (Ihr wisst ja vielleicht wie das ist, normalerweise muss man nach den Zeugnissen fragen und dann gibt es allerlei Ausreden und die Mädchen tauchen für eine Stunde oder zwei ab und versuchen sich zu "drücken"). Aber Jumwa hat sich von 40% auf 70% in Mathematik gesteigert. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich sie war. Ich könnte Euch von allen Mädchen und ihren Noten berichten, aber ich muss jetzt zum Unterricht und mein Zeugnis ist sonst irgendwie "verschwunden", hahaha. Nein, im Ernst - alle Mädchen machen wirklich enorme Fortschritte.
Unsere Kleinsten haben sich gerade vom Ausbruch der Masern erholt. Sinnvollerweise haben sie sich alle gegenseitig angesteckt, und so wissen wir aus Erfahrung, dass sie alle nie wieder Masern bekommen können. Gott sei Dank.
So, jetzt muss ich aber Schluss machen. Ich melde mich bald wieder.
Asante, Asante, Asante. Seid gesegnet.
Catherine

Abbildung: Zeit zum Spielen im Garten -

Mai 2014

Liebe Freunde!
Wir freuen uns, die Nachrichten aus dem Mudzini Kwetu centre in Kikambala präsentieren zu können. Ich bin Ihre Nachrichtensprecherin Catherine. Aber lassen sie uns zunächst auf die Schlagzeilen schauen.
- Charity stieß zu uns
- Die Zwillinge lernen sprechen
- Monica verließ uns
- Die kleine Rehema geht zur Schule
- Den neuen Oberschülerinnen geht es gut
- Die Schülerinnen fürs Internat werden ausgesucht
- Regenzeit
- Schulprojekte

Hahaha, als ich heranwuchs wollte ich gerne Nachrichtensprecherin werden. Jetzt bin ich erwachsen und wahrscheinlich wird es nichts mehr mit diesem Traum, aber wir haben Frontfrauen die Rechte durchsetzen, genauso wie wir Richterinnen, Doktoren und Lehrerinnen haben, Kosmetikerinnen und andere Berufe ....

Aber nun zu seriösen Themen.
Wir beten dafür, dass es Euch allen gut geht. Bei uns ist alles wohlauf. Im folgenden möchte ich berichten, was sich in den letzten Monaten ereignet hat.
Am 16. Mai, wurde unsere Familie hier mit einem Neuzugang gesegnet, dem 5 Monate alten Baby Kale Charity Dove. Wir haben sie mit offenen Armen aufgenommen. Sie kam zu uns kurz nachdem unser bis dahin jüngstes Familienmitglied, Precious, zu seinen Adoptiveltern für eine erste Kennenlernphase zog. Charity’s Mutter ist eine Waise, unverheiratet, arbeitslos und mit einem Herzfehler. Sie wird zurzeit medizinisch behandelt und wir beten dafür, dass sie gesund wird um sich einen Job zu suchen, sodass sie mittelfristig sich selbst um ihr Baby kümmern kann. Aber bis dahin werden wir uns um Charity kümmern, vorausgesetzt das Jugendamt hat keine Einwände. Charity ist ein glückliches Baby und es bereitet uns große Freude ihr in dieser schwierigen Phase ihres jungen Lebens beistehen zu können, wie kurz oder lang diese auch immer sein mag.
Emily und Angel, die Zwillinge, beginnen gerade zu sprechen. Die beiden und Charity sind die einzigen Kinder, die noch zuhause sind. Vielleicht erinnert Ihr euch: Joy, Rose, Somoi und Mapenzi, unsere zweijährigen Mädchen, haben zu Jahresbeginn mit dem Kindergarten begonnen und Rehema ist gerade zu ihnen gestoßen.

Am 21. Mai haben wir mit schweren Herzen Monica Njambi verabschiedet, die zurück ans Mother’s Vision Kinderheim in Mtwapa gewechselt ist. Vielleicht erinnert Ihr Euch auch hier: Ungefähr letztes Jahr um diese Zeit, wurde uns Monica vom Jugendamt überstellt mit der Bitte um vorrübergehende Aufnahme. Sie sollte anfangs nur 3 Monate bleiben, daraus wurde 1 Jahr - und es war ein fantastisches Jahr für uns alle. Monica war ein tolles Mädchen, verantwortungsvoll und zuverlässig. Sie half uneigennützig anderen Kindern bei den Hausaufgaben, wenn diese Unterstützung brauchten. Sie kümmerte sich um die Bücherei und hielt Andachten in den Gottesdiensten. Sie war ein wirkliches Vorbild für die jüngeren Mädchen. Es war wirklich eine Freude sie bei uns gehabt zu haben und es fiel uns schwer sie gehen zu lassen. Und noch schwerer war es wohl für sie, aber es gab keine Wahl. Wir wünschen ihr das Beste bei Allem, was sie tut.

Zu Beginn des Jahres brachten wir 5 Mädchen zur weiterführenden Schule (Jane, Halima, Neema, Santa und Sopra). Im April hatten sie ihre ersten Ferien. Sie brachte alle gute Noten heim und auch die Zeugnisse fielen ganz ordentlich aus, wobei Jane und Halima zu den Klassenbesten zählten. Pauni, Celina, Rachel und Salama sind im Internat in der Grundschule Mary Joy in Bombolulu. Wir haben uns für diese Lösung entschieden, damit sie mehr Zeit zum Lernen haben um sich auf das Ende ihrer Grundschulzeit vorzubereiten in einem respektive zwei Jahren. Gift und die große Riziki sind im letzten Jahr ihrer Oberschulzeit und auch diese beiden werden am Ende des Jahres ihre Abschlussprüfungen ablegen. Brenda schließlich hat gerade das erste Jahr auf der Universität beendet.
Pauni unsere einzige Grundschülerin, die dieses Jahr zur weiterführenden Schule wechseln wird.
Rachel und Celina und Anwärterinnen fürs nächste Jahr

Die Regenzeit hat gerade begonnen und wir haben einige Überschwemmungen erlebt. Das hat sich auch auf die Produktion der Ziegelsteine ausgewirkt, was wiederum den Baufortschritt beeinträchtigt. Aber alles in allem kommen wir gut voran. Wir danken dem Herrn für Regen, Sonne und die Ernte sowie alles, was von Euch kommt.

Traurige Neuigkeiten
Ich bin es wieder und schneller als gedacht, aber das ist sehr wichtig. Wir haben traurige Nachrichten zu überbringen. Heute morgen ist Maria’s Vater verstorben, nur zwei Monate nachdem wir ihre Mutter beerdigt hatten. Und vor einigen Tagen hörten wir, dass auch Charity’s Mama leider verstorben ist. Ich hatte ja gerade erst berichtet, dass Charity unser neues Familienmitglied ist, das erst vor einer Woche zu uns kam. Ihre Mutter war im Krankenhaus wegen Herzproblemen und nun ist sie tot. Wir sind sehr betroffen.
Wahrscheinlich muss ich noch mal drei Jahre zurückgehen um den Zusammenhang mit der ersten Nachricht herzustellen. Vielleicht erinnert Ihr Euch: Wir hatten ein zurückgelassenes Mädchen in Kilifi gerettet. Das Baby wurde später adoptiert. Vor etwa 40 Tagen (ich weiß das so genau, weil wir einen Trauergottesdienst abhielten), haben wir die Adoptivmutter beerdigt und heute nun ist deren Ehemann verstorben. Wie schwer kann das Schicksal ein dreijähriges Kind treffen? Verlassen, gerettet, adoptiert und nun Vollwaise !! Wir werden das Leben wohl niemals ganz verstehen können. Aber Gott ist dennoch gnädig und er kennt alle Antworten auf unsere Fragen.
Den beiden Mädchen, Maria und Charity, geht es gut. Sie sind wahrscheinlich viel zu jung um zu verstehen was passierte. Aber bitte betet für sie. Und Danke, dass es Euch gibt.

Catherine

Abbildung: Das macht Spaß... - Die Mädchen lieben Seifenblasen

April 2014

Liebe Grüsse aus Kikambala.
Wir hoffen Euch geht es gut. Wir sind alle gesund und munter und danken Gott für alles, was wir haben. Leider habe ich mal wieder eine Zeit nichts von mir hören lassen und das tut mir leid. Eigentlich sind wir bestrebt, Euch immer auf dem Laufenden zu halten. Deshalb hier die neuesten Nachrichten.
Ihr wisst bestimmt, dass wir unsere Mädchen nun in sechs verschiedenen Schulen haben. Vier weiterführende Schulen und zwei
Grundschulen. Die Mädchen der Vorschulklassen sind soeben auf die Mary Joy Grundschule gewechselt. In der kommenden Woche werden alle Arbeiten schreiben, weil dann die Osterferien beginnen. Bitte schliesst die Kinder in Eure Gebete ein. Sie lernen so fleissig und wir hoffen, dass sie gute Arbeiten schreiben.
In der Zwischenzeit geht der Baufortschritt in der Mudzini Kwete Community Schule weiter. Gerade wurde die Armierungen für das Erdgeschoss beendet. Die Arbeiten gehen gut voran und wir danken Gott, dass wir schon so weit gekommen sind. Gleichzeitig bemühen wir uns, dass wir alle Ziele erreichen die wir uns am Anfang gesetzt haben.
Baby Precious wird wohl bald adoptiert werden. Wir freuen uns sehr, dass sie ein dauerhaftes Zuhause finden wird. Gott ist wirklich gnädig. Wir hoffen, dass der Adoptionsprozess ohne Probleme vonstatten gehen wird.
Bitte betet für unsere Freunde, die nach einer Hundeattacke ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Alle Mädchen grüssen herzlich.
Danke, dass Ihr uns bei allem unterstützt. Wir danken Gott, dass es Euch gibt. Passt auf Euch auf.

Abbildung: Da kommt Freude auf: - Besuch aus Deutschland

Januar 2014

Liebe Neujahrsgrüße von uns aus Kikambala.
Es ist einige Zeit her, dass Ihr von uns gehört habt, aber uns geht es gut und Gott hält seine schützende Hand über uns. Das Jahr hat für uns gut begonnen und wir sagen uns, dass wir stark sein werden und gute Ernten einfahren werden, wenn Gott bei uns ist.
Ich bin zurzeit viel unterwegs, weil ich mich einer neuen Aufgabe stelle, die bis Jahresende fertig sein muss. So heißt es für mich: Kommen und wieder gehen.

Also hier ist der Überblick zum Thema Schule:
Die Schule ist am 6. Januar wieder gestartet. Die Mädchen haben sich auf das neue Schuljahr gefreut. Selbst die Kleinen, Somoi, Joy, Rose und Mapenzi haben jetzt schon ihren Weg begonnen, der sie einmal in einen Beruf bringen wird. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell diese Mädchen wachsen. Ich war nur drei Wochen weg und schon kann Emily Fahrrad fahren und auch noch Angel mitnehmen. Und Ihr solltet erst Baby Precious sehen!!!
Pauni Omar ist jetzt in der 8. Klasse, und die große Riziki und Gift in der vierten. Das heißt, diese drei sind jeweils in den Abschlussklassen der weiterführenden bzw. Grundschule und am Schuljahresende werden alle Drei Examen ablegen müssen. Wir hoffen und beten dafür, dass sie gute Leistungen erzielen werden.
Um ihnen eine optimale Schulausbildung zu garantieren, haben wir die Vorschulkinder und Grundschulkinder an neuen Schulen angemeldet: Der Kids Zone Academy in Nyali. Diese Schule hat ein wunderbares Vorschulprogramm, und das wird den "neuen" Mädchen zugute kommen. Die Schule beginnt um 8 und endet um 15 Uhr. Es ist sicher nachzuvollziehen, dass dieser Tagesablauf für die Kinder besser zu verkraften ist als jeden Tag bis abends um 19.30 Uhr. Die Kinder lieben die neue Schule und freuen sich jeden Tag auf den Unterricht. Für uns ist das ein größerer organisatorischer Aufwand, weil ja die älteren Mädchen noch andere Schulen besuchen und es ist auch etwas kostspieliger, aber es ist sicher die richtige Entscheidung. Bald werden diese Mädchen die entstehende Mudzini Grundschule besuchen, quasi als Pioniere einer neuen Gemeinde, die Ihr liebe Freunde mitgestaltet habt.
Die fünf Kinder, die im letzten Jahr die Grundschule beendet haben und gute Examen ablegten, sind jetzt in der Oberschule. Halima, Neema, die kleine Jane, Sopra und Santa - dann haben wir 11 Mädchen in der High School. Dazu noch Brenda, die das erste Jahr an der Universität abschließt und damit ihrem Traum von der Juristin immer näher kommt. So sicher wie die Sonne im Osten aufgeht und im Westen wieder unter, kann ich sagen, dass keines dieser Mädchen so weit gekommen wäre, wenn Ihr uns nicht unterstützt hättet. Seht Ihr, welche Veränderungen Ihr damit herbeiführt. Also sagt bitte niemals, dass das was Ihr tut nicht genug ist... es zählt für uns soviel. Es verändert unser Leben!!

Zuwachs
Am 15. Januar haben wir die jungen Schwestern Rukia (5) und Mbeyu (3) bei uns aufgenommen. Sie kommen aus der Majengo Knanamai in Mtwapa. Es heißt, die Mutter habe sich zum 2. Mal verheiratet und ihre drei Kinder (es gibt noch einen Bruder, der ins Jungenwaisenhaus gekommen ist) mit in die neue Ehe genommen. Zunächst ging alles glatt, aber dann gab es Auseinandersetzungen mit dem neuen Ehemann und die Mutter lief fort und ließ die Kinder bei dem Stiefvater. Weil dieser sich mit der Situation überfordert fühlte, verschwand auch er eines Morgens und ließ die kleinen Kinder allein ohne Nahrung und ohne jemanden, der sich um sie kümmerte zurück. Ein guter Samariter will jeden Tag 500 Kenia Shillings für die Kinder zur Verfügung stellen, aber diese Summe reichte nicht um die Kinder zu ernähren, zu kleiden und sie zur Schule zu schicken oder sie ärztlich zu versorgen. Schließlich schaltete sich das Jugendheim ein und die Mädchen kamen zu uns. Jetzt können Rukia und Mbeyu beschützt aufwachsen, zur Schule gehen und ein Leben beginnen das ihnen Perspektiven bietet. Danke, dass Ihr Euch dafür eingesetzt habt, liebe Freunde.

Mitarbeiter
Macharia, unser Gärtner, und Saida, die Erste Hausmutter, haben unsere Einrichtung verlassen. Sie möchten sich neuen Aufgaben zuwenden und unsere guten Wünsche begleiten sie. Wir haben für Macharia bereits Ersatz gefunden und werden dies bestimmt auch noch für Saida schaffen. Bitte betet mit uns dafür.
Und auch George Kimotho, unser Buchhalter, wird bald nach Nairobi ziehen um mit seiner Frau Mary zusammen zu leben. Ihr könnt Euch bestimmt erinnern, dass die Beiden von einem Jahr geheiratet haben und seitdem eine Fernehe führen. Wir hätten George gerne bei uns behalten, aber wir möchten ihrer Ehe nicht im Wege stehen. So müssen wir ihn schweren Herzens gehen lassen. Im Moment weist er gerade seinen Nachfolger in den Job ein. Bitte betet mit uns dafür, dass dieser Wechsel reibungslos verläuft. Noch ist ja ein bisschen Zeit und wir genießen diese mit George.

Jeden Tag danken wir Gott dafür, dass es Euch in unserem Leben gibt und dass wir gemeinsam so vieles erreichen können. Hoffen und beten wir, dass es so bleibt.
Alles Liebe,
Catherine

Abbildung: Mit Gesang geht alles besser - (Foto: Hucky Specht)

Zum Jahreswechsel 2013/2014

Dieser Brief geht an jeden Spender/Förderer persönlich und lautet:
Liebe Grüße an Dich, unseren Freund.
Wir hoffen und beten dass es Dir gut geht und Du schöne Feiertage erleben kannst. Wir wünschen Dir für das kommende Jahr jeden Tag Glück und Segen.
Danke, dass Du mit uns durch das zu Ende gehende Jahr gegangen bist. Danke für Deine Gebete, Deine Liebe, Deine finanzielle Unterstützung, Danke für Deinen Besuch, Deine positiven Gedanken, Deine professionellen Hilfestellungen, Danke für Deine weisen Worte in schwierigen Zeiten, Danke für einfach Alles, was Du in diesem und den vergangenen Jahren für uns getan hast.
Dank Deiner Hilfe konnten wir Kindern Essen geben, sie zur Schule schicken oder ins Krankenhaus wenn nötig. Und vor allem: Wir konnten ihnen ein liebevolles und sicheres Zuhause schaffen.
Wir haben eine Therapie für Mapenzi organisiert, die ihr bereits bedeutende Fortschritte gebracht hat. Zawadi besucht die Oberschule und Brenda geht sogar zur Universität. Der Aushub für die Schule wurde getätigt. Wir haben zwei neue Mädchen bei uns aufgenommen. Wir stellten einen Lehrer, einen Manager und neue Hausmütter ein. Einige Schülerinnen und Mitarbeiter konnten ins Ausland reisen.
Und vieles Andere passierte, das aufzuzählen diesen Rahmen sprengen würde, aber was ohne Deine Hilfe nicht möglich gewesen wäre.
Und so möchten wir alle einstimmig sagen:
Vielen, vielen Dank für Alles.
Möge die Hand mit der Du so reichlich gibst, gesegnet sein und alles was Du an uns tust hundertfach zu Dir zurück kommen.

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr.
Du wirst geliebt.
Catherine

Abbildung: Delfine und Malbücher für die kleinen Mädchen - (Foto: Evelyn Dorweiler)

Dezember 2013

Jambo,
wir hoffen es geht Euch allen gut. Wir möchten nur kurz mitteilen, dass die Abschlussprüfungen der Grundschule, die in Kenia Pflicht sind, stattgefunden haben und dass fünf unserer Mädels diese erfolgreich abgelegt haben. Wir sind so dankbar für diesen Erfolg. Für die Mädels ist es wirklich eine tolle Leistung und sie haben damit die ersten schulischen Erfolge erzielt. Mal sehen wie es in ihrer Ausbildung weitergeht. Natürlich halten wir Euch auf dem Laufenden.

Angel und Emily haben am 2. November ihren ersten Geburtstag gefeiert. Eine kleine Party mit viel Spaß für alle Beteiligten.

Precious, unser neues Baby, wächst und gedeiht.

Die anderen Mädchen sind nach Hause gekommen um sich auf ihre Schulprüfungen vorzubereiten. Diese werden über ihre Versetzungen entscheiden. Und dann gibt es endlich Ferien !

Zawadi ist gestern nach bereits erfolgreichem Schuljahresausklang zurückgekehrt. Es ist schön, sie wieder bei uns zu haben.

Jetzt sind Weihnachtsferien und die Mädels sind seit einer Woche zu Hause. Nur Brenda muss noch ihr zweites Semester beenden. Sie wird im Laufe der nächsten Woche hier erwartet und dann haben wir für etwa einen Monat ein volles Haus.

Jessica
hat am 19. November ihre Vorschule beendet (mit 699 Punkten von 700 möglichen) und sie wird jetzt in die Grundschule wechseln. Sie möchte gerne Ärztin werden und alle die armen Menschen behandeln, die sich keine ärztliche Versorgung leisten können. Das wird unsere Welt hoffentlich ein wenig besser machen. Ich kann mich noch gut an die ängstliche und zurückhaltende Jessica erinnern, die kaum ansprechbar war. Wie sehr hat sich dieses Kind verändert. Heute führt sie die Gruppe mit ihren Gebeten an, ist eine gute Schülerin und Klassenbeste.
Fünf Mädels, Jane, Neema, Santa, Halima und Sopra haben ihre Grundschulprüfungen abgelegt und warten auf ihre Ergebnisse, die Mitte Dezember bekannt gegeben werden. Die Mädchen haben nicht viel über ihre Leistungen sprechen wollen... lasst uns also abwarten.

Ich möchte noch über den "Kindertag" berichten, eine jährliche Veranstaltung die vom Kilifi Kindernetzwerk organisiert wird. Sie bringt Kinder aus verschiedenen Einrichtungen zusammen für die drei F (food, fun and fellowship..... Essen, Spaß und Gemeinsamkeit). Unsere Mädels haben an allen Aktivitäten teilgenommen und sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet. Was mich besonders beeindruckte war die Tatsache, dass einige unserer Mädchen die sonst zaghaft und gehemmt in der Öffentlichkeit gewesen waren plötzlich das Mikro in die Hand nahmen und frei heraus sprachen. Ich war gleichermaßen stolz und überwältigt darüber welches Selbstvertrauen die Kinder bei uns erworben haben.

Das Inspektionsteam hat unserer Einrichtung wieder mal einen Besuch abgestattet. Die Mitglieder waren wirklich beeindruckt. Ich hörte mit wie sie urteilten, dass unser Haus so gut organisiert ist und dass wir wirklich die optimale Förderung bieten. Der Vertreter der Jugendbehörde sagte wörtlich: "Wir haben so viel Vertrauen in diese Einrichtung. Wir wissen wenn wir Kinder hierher bringen, werden sie in Sicherheit aufwachsen. Und ganz gleich wie verstört und unglücklich sie zu Beginn auch gewesen sein mögen, hier werden sie gesund." Das alles ist Euer Verdienst, liebe Freunde. Ihr gebt nicht nur Geld, sondern auch Eure Zeit, Euer Wissen, Eure Gebete, Euren Rat und so vieles mehr. Deshalb sind wir geworden was wir sind. Respekt für Euch !!

Nun da das Jahr zu Ende geht, möchten wir Euch nochmals danken dass Ihr uns begleitet habt auf unserem Weg, den wir hoffentlich auch noch lange miteinander gehen werden. Ein Weg der von Liebe und guten Tagen geprägt ist.

Ihr seid wirklich etwas ganz Besonderes.
Catherine

Abbildung: Wächst behütet auf: Baby Preciuos - (Foto: Hucky Specht)

Dez 2013: Hilfe, die ankommt

September 2013

Liebe Grüsse aus Kikambala,
uns Allen geht es gut und wir hoffen dasselbe von Euch. Hier mal wieder neueste Nachrichten aus unserem wundervollen Heim.

Ferien und Schulstart
Im August gab es Ferien und wir haben es alle genossen, einen Monat zu Hause zu bleiben. Wir haben uns ausgeruht, gebetet, gesungen, gut gegessen, gelacht, gestritten, geredet und wir waren alle glücklich und beschäftigt. Unsere "Familienmitglieder" aus Südwales (Großbritannien), Margaret und Geraint Stephens kamen zum traditionellen Bibelcamp. Dieses Jahr beschäftigten wir uns mit großen Fragen: Hat Gott mich geschaffen? Wann sollten wir Gott loben? Was ist Sünde? Ist Gott uns treu? Das waren nur einige der Themen, die wir besprachen. Wir haben viele Bibelverse und neue Lieder gelernt. Und eines der Highlights war ein Ausflug für drei Tage in ein Cottage am Strand der Nordküste. Wir sind geschwommen, haben viel gespielt, gut gegessen und interessante Gespräche geführt. Danke an Geraint und Margaret, die unsere Ferien zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.
Nun hat die Schule wieder begonnen und es ist die alte Routine. Früh aus dem Haus und spät wieder zurück. Laut unbestätigter Meldungen soll die Schule zwei Monate in diesem Rhythmus bis Anfang November laufen, dann soll es Weihnachtsferien geben. Gute Nachrichten für die meisten Schülerinnen, außer denen die bereits vom 12.-14. November ihre Prüfungen ablegen müssen: Sopra Elizabeth Ndunge, Halima Omar, Santa Katana, Jane Martha und Neema Yeri. Bitte schließt sie in Eure Gebete ein, denn von den Prüfungen wird es abhängen, welche weiterführenden Schulen sie Anfang Januar besuchen werden. Kimberly und die große Jane gehen mit Gift in diesem Schuljahr auf die Mtwapa Elite Schule (weiterführende Schule), dank des Programms das wir zu Hause mit der Nachhilfe anbieten konnten.

Die Kleinen
Mapenzi's Therapie zeigt Erfolg und wir sehen einen bedeutenden Fortschritt. Wir hoffen, dass sie in der Lage sein wird, mit Somoi, Rose und Joy im nächsten Jahr eingeschult zu werden. Die Zwillinge sind quirlige 10 Monate alte Babies und beginnen langsam zu laufen. Auch sie werden bald die Vorschule besuchen.

Genesung
Wir danken Gott, dass es allen Kindern gut geht. Mweni’s Finger heilt nach einer Verletzung wieder, Salama und Rehema fühlten sich in den letzten Wochen nicht gut, aber sind wieder auf dem Weg der Besserung.

Unsere Schule
Der Baufortschritt liegt im Zeitplan. Die Schulhofmauern sind komplett fertig gestellt und jeden Tag werden neue Ziegel gebrannt. Hoffentlich ist bald alles geschafft und dann haben wir endlich unsere eigene Schule. Oh ja, wir können es kaum erwarten.

Ernte
Wir hatten eine gute Tomaten- und Gemüseernte im letzten Monat. Dank an Macharia, den Erntehelfer. Dieser Ertrag hilft wirklich, insbesondere seit die Preise für Lebensmittel stetig steigen.

Steuern
Unser Land steht vor wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Nach der Einführung von Steuern auf Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs, sind die Lebenshaltungskosten drastisch gestiegen. Neulich wurde von einem auf den anderen Tag der Milchpreis von 35 Kshs auf 75 Kshs angehoben. Die Parkgebühren von 150 auf 600!! Gott sei dank haben wir ja eigene Kühe, sodass uns die Milchpreisanhebung nicht so sehr trifft. Aber wir wissen, eines kommt zu anderen und letztendlich werden alle Preise steigen. Wir sind noch immer total geschockt, aber können ja nichts ändern und müssen versuchen, irgendwie weiter zu machen. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns durch alle Krisen hindurch hilft.

Wir haben so Vieles, für dass wir Gott danken können, ganz besonders dass es Euch in unserem Leben gibt. Danke für alles, das Ihr uns Gutes tut. Gott wir Euch dafür segnen.
Bleibt gesund.
Catherine

Abbildung: Die kleine Rose feut sich auf die Schule -

August 2013

Hallo aus Kenia,
wir senden Euch unsere Gebete und hoffen es geht Euch gut. Hier kommen die neusten Nachrichten vom letzten Monat.
Im August gab es Schulferien und alle Mädchen sind daheim um die wohlverdiente Pause zu geniessen. Heute gab es Zeugnisse und wir können mit Stolz berichten, dass alle Mädchen sehr gute Ergebnisse erzielt haben. Viele Mädchen haben enorme Leistungssteigerungen erbracht. Die grosse Halima, Celina, Salama und Lovy haben sich am stärksten verbessert. Saumu, Serah, Faith, Sharon, Rachel, Anna und viele mehr gehören wie immer zu den Topschülerinnen. Wir danken Gott für diese Mädchen und die guten Eigenschaften, die in ihnen wohnen.
Brenda ist ebenfalls für ihre ersten Semesterferien von der Uni zurückgekehrt. Die junge Frau ist absolut glücklich und zufrieden, weil sie ihren Traum verwirklich kann. Jeder Schritt, jedes Wort, jede Bewegung zeigt den Stolz, den sie jetzt an den Tag legt. Sie hat einen so weiten Weg zurückgelegt aus den ärmlichen Verhältnissen, in die sie geboren wurde und ihr Weg nach vorne ist noch weit. Aber Gott begleitet sie. Euch lieben Dank, dass ihr sie und alle anderen fördert. Brenda wird am 18. August zurück zur Universität gehen, um ihr 2. Semester anzutreten. So wird sie leider nicht am Bibelcamp teilnehmen können.
Jeden August veranstalten wir ein Bibelcamp. Die Kinder widmen sich dem Bibelstudium durch Gospels, Geschichten und Spiele/Wettbewerbe, die alle darauf abzielen, ihre Spiritualität zu fördern. Wenn am 19. August Margaret und Geraint Stephens sowie Valerie Freeborn in Kenia eintreffen, beginnt das diesjährige Bibelcamp. Alle Kinder und Mitarbeiter freuen sich so sehr darauf.
Wir haben eine neue Mitarbeiterin an Bord. Faith, eine Anwältin, unterstützt uns in der Verwaltung und bei rechtlichen Angelegenheiten. Sie wird dabei helfen, die Organisation zu straffen, Kräfte zu bündeln und alle Dinge in rechtlich richtiger Weise umzusetzen. Wir sind froh über ihre Anwesenheit, gerade jetzt in der Phase der Umstrukturierung. Gerade ist Ali Jarha, der die Bauarbeiten mit getragen hat, aus persönlichen Gründen in Frührente gegangen. Wir danken ihm sehr fuer seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute. Die Bauarbeiten gehen planmäßig voran, gerade wurde das Fundament begonnen. Wir beten dafür, dass wir auch weiterhin keine Baubehinderungen erleben müssen. Ich kann die neue Schule schon bildlich vor Augen sehen und es kaum erwarten bis es soweit ist.
Danke Euch für all diese Dinge. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, Euch insbesondere für Eure Beileidsbekundungen und Gebete zu danken, die ihr in den schweren Zeiten der letzten Wochen und Monate an uns gesandt habt. Der Lehrer der Sonntagsschule wurde letzten Samstag bestattet. Die Mädchen, die ihren Grossvater verloren haben, und die Schüler der Sonntagsschule, die um ihren Lehrer trauern, stabilisieren sich langsam wieder. Danke, dass Ihr uns in Eure Gebete einschließt. Bitte, hört nicht damit auf. Eure Liebe, Eure Gebete und Eure Hilfe machen uns zu dem, was wir heute sind. Dafür sind wir so dankbar.
Bleibt gesund und beschützt. Und vergesst nicht, Ihr werdet geliebt.
Catherine

Juli 2013

Liebe Grüße aus Kenia. Wir beten dafür, dass es Euch gut geht.
Der heutige Report ist ein bisschen traurig, aber beginnen möchte ich mit der Mitteilung, dass wir mit sofortiger Wirkung eine neue Email-Adresse haben "kwetu[at]gmail[dor]com" (Anm.: Bitte [at] durch "@" und [dot] durch "." ersetzen. Spamschutz!). Das geschieht im Hinblick auf unsere neuere bessere Organisation, also wundert Euch bitte nicht wenn Ihr Mails von diesem Absender bekommt. Wir sind's !!
Wir möchten Euch heute bitten, für die Kazungu Familie zu beten. Ihr erinnert Euch sicher noch an die fünf Schwestern, die letztes Jahr zu uns gekommen sind: Serah, Sharon, Priscila, Selvina and Joy. Dazu gehört noch ein Bruder, der in einer anderen Einrichtung untergebracht ist. Die Kinder haben in der vergangenen Woche ihren Grossvater verloren und wir sind zusammen am letzten Wochenende zu seiner Beerdigung gefahren. Um es kurz zu machen, es war sehr, sehr traurig. Mir war nicht bewusst gewesen, wie nahe die Mädchen ihrem Grossvater gestanden haben. Aber als ich ihnen von seinem Tod erzählte, sind sie alle weinend zusammengebrochen. Und in den letzten Tagen fand ich immer wieder die eine oder andere der Schwestern mit feuchten Augen vor. Wir versuchen, sie so gut es geht zu trösten. Bitte betet für sie in dieser schwierigen Zeit und auch für ihre Grossmutter, die es jetzt nach dem Verlust ihres Ehemanns nicht leicht hat.
Auch trauern wir um eine Lehrerin in der Sonntagsschule und eine enge Freundin der Mudzini Einrichtung, die gestern verstorben ist. Diejenigen unter Euch, die schon mal in der Sonntagsschule mit uns waren, können sich bestimmt an sie erinnern. Es ist sehr traurig. Bitte schliesst auch ihre Familie in Eure Gebete mit ein und alle unsere Mädchen, die angesichts der Todesfälle viele Fragen auf dem Herzen haben.
Wir danken Euch für eure Unterstützung und Gebete.
Catherine

Juni 2013

Jambo,
wir beten dafür, dass es Euch gut geht, Ihr gesund und glücklich seid. Wir in Mudzini stehen unter dem Schutz unseres Herrn und wir danken ihm für seine immerwährende Treue. Im Folgenden sende ich Euch den Bericht für den Monat Juni. Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe.
Reisen und mehr
In Mudzini war in den letzten zwei Wochen die grosse Reisewelle angebrochen. Die Erwachsenen gingen auf Reisen und auch einige der Kinder haben sich "auf die Socken gemacht". Im Moment sind Saida, George, die kleine Jane und Neema in Südwales (England) und nehmen an einem Austauschprogramm der "Freunde von Bedwas" und der Kikambala Gemeinde teil. Das Austauschprogramm wurde vor etwa sieben Jahren von den Direktoren der Cariad Kenia, Geraint und Margaret Stephens, ins Leben gerufen und zielt darauf ab, das Gruppen aus Afrika und Südwales einmal im Jahr einander zum Gedankenaustausch besuchen. Zwei Schüler und zwei Lehrer (damals aus der Bahari Parents School in Kenia und der Bedwas High School in Südwales) nahmen am ersten Austausch teil. Seit 2010 hat sich das Mudzini Lehrerkollegium dem Programm angeschlossen und es wurden regelmäßige Reisen nach England organisiert, respektive englische Austauschschüler empfangen. Das Programm hat bereits Früchte für uns getragen, als es uns ermöglichte, den englischen Kollegen über die Schulter zu gucken und zu lernen, wie dort der Schulbetrieb funktioniert. Es war aber auch eine fantastische Gelegenheit unseren Mädchen einen anderen Kulturkreis vorzustellen. Die vier keniaschen Austauschschülerinnen werden noch bis zum 16. Juli in Südwales verbringen. Die Berichte, die wir von ihnen erhalten, sagen dass sie sich dort sehr wohl fühlen und sie am liebsten in England bleiben möchten. Vielen Dank, Margaret und Geraint und all Euren Mitarbeitern, dass ihr unseren Schützlingen diese Erfahrung bieten könnt und dass Ihr so gut für sie sorgt.
Anthony ist soeben aus NYC nach Kenia zurückgekehrt, wo er an Treffen und Veranstaltungen von Many Hopes, America, teilnahm. Am 19. Juni fand eine große Benefizverstaltung statt und wir hörten, dass sie ein voller Erfolg gewesen sei. Anthony ist gesund und voller Tatendrang zurückgekehrt. Danke Euch New Yorkern, dass Ihr ihn so gut umsorgt habt.
Alice Waguthi
Kinuya, unser Rechtsbeistand, wird Mudzini für einige Wochen verlassen. Und auch Alice flog letzte Woche in die USA um dort ihren Master in Jura abzuschließen. Ihr Spezialgebiet sind die Menschenrechte, für die sie sich schon seit langem interessiert hat. Wir werden ihren Einsatz für die ärmsten und bedürftigsten Kinder in Kilifi sehr vermissen, nicht nur hier in Mudzini sondern in der gesamten Coast Provinz. Aber wir wissen, dass Alice zurückkommt und wir freuen uns darauf. Bitte schließt sie in Eure Gebete ein während sie in den USA ihre Träume verwirklicht.
Ich selbst war seit dem 7. Juni auf Veranstaltungen und Treffen, die uns weitere Förderer in Belfast und Kilkeel in Nordirland bescheren sollen. Alle zwei Jahre organisiert Mama Jean zusammen mit anderen Förderern eine Teeparty, die all die Menschen ansprechen soll, die die Arbeit in Kenia unterstützen möchten. Bei einer Tasse Tee kommt man zwanglos ins Gespräch. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 13. Juni statt und im Mittelpunkt stand die Arbeit in Mudzini. Die Teeparty war ein voller Erfolg. Es war ein fantastisch sich mit Menschen zu treffen, die wahrscheinlich niemals die Möglichkeit haben werden, nach Kenia zu reisen, die aber dennoch unsere Arbeit unterstützen. Mein besonderer Dank gilt den Leuten in Mourne, Kilkeel und Belfast, die meine Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen und die uns finanziell tragen helfen.
Aber auch die anderen Kinder durften auf Reisen gehen. Besuche im Schmetterlingspark, im Wasserpark und in Mombasa standen unter anderem auf dem Programm. Die Mädchen reisten aus unterschiedlichen Gründen, für Celina Rachel und Agnes z. B. war es ein Schulausflug. Faith, Sharon, Saumu und Serah gehörten zu den besten Schülerinnen ihrer Klasse und der Ausflug war eine Belohnung, Sopra erhielt ihre Belohnung, weil sie sich so sehr in ihren Leistungen verbessert hat. Gift, Rachel, die kleine Halima, Mary und Salama hatten einem Benefizlauf teilgenommen um Geld für die Versorgung von Diabetikern zu sammeln und so wurde ihnen auch eine Reise als Dankeschön geschenkt. Jedes Mädchen kam mit tollen Eindrücken von den Ausflügen zurück. Besonders stolz waren jene Mädchen, die am Benefizlauf teilnahmen, weil jede von ihnen schon im Vorfeld mindestens 1000 Kenia Shillings sammeln mussten. So bekamen sie ein Gefühl dafür, wie es ist andere Menschen, denen es schlecht geht zu unterstützen.
Neue Lehrerin
Madam Agatha Ambale Wanga ist unsere neue Lehrerin. Neben Pädagogik hat sie Mathematik und Chemie studiert und wir sind so froh, sie als Mitarbeiterin begrüßen zu können, da insbesondere unsere High-School Schuelerin dringend Hilfe in den naturwissenschaftlichen Fächern benötigen. Gift, Riziki und Kimberly sowie Jane kämpfen sehr mit den Anforderungen des Lernprogramms. Und so denken wir, dass es gut ist wenn Agatha ihnen individuellen Nachhilfeunterricht gibt und sie gezielt anleitet.
Aufgrund Agatha's Anwesenheit werden wir die High-School Schülerinnen auf Schulen in der näheren Umgebung wechseln lassen, damit sie von der "hauseigenen Nachhilfe" in Mudzini profitieren können. Leider muss man feststellen, dass einige Mädchen ausgegrenzt und gemobt wurden, weil sie die geforderten Leistungen nicht erbringen konnten und sie so "den Schnitt gedrückt haben". Das hat traurigerweise ihrem Selbstbewusstsein einen ordentlich Dämpfer gegeben, was wiederum in noch schlechteren Leistungen resultierte. Ein wahrer Teufelskreislauf. Und so wollen wir sie in Zukunft "von zu Hause aus" soviel wie möglich unterstützen. Gift wird unser Vorreiter bei diesem Bestreben. Sie besucht Mtwapa Elite High School (Internat). Auch wenn es gut ist, zu Hause zu studieren, brauchen die Mädchen doch die Sozialisierung, den Austausch mit Klassenkameradinnen, die breiten Fächerangebote und die Dynamik des täglichen Schulbetriebs vor Ort. Daher werden wir das Konzept künftig so gestalten, dass die Mädchen tagsüber zur Schule gehen, abends und an den Wochenende hier sind um ihre Hausaufgaben zu erledigen und Nachhilfe zu erhalten. Also, keine Internatssituation mehr.
Auch die Grundschüler werden von Agathas Professionalität profitieren. Wenn die Mudzini Schule endlich ihren Betrieb aufnimmt, brauchen wir nicht mehr nach einer Direktorin zu suchen. Agatha ist für ihren Job mehr als qualifiziert und wir sind unendlich dankbar, dass wir sie haben.
Die Lehrer der öffentlichen Schulen waren in den vergangenen zwei Wochen im Streik. So fand kein Unterricht statt und dennoch erwartet man von den Schülern, dass sie am Ende des Schuljahres dieselben Arbeiten schreiben können, wie die Kinder der privaten Einrichtungen. Das ist wirklich unfair, aber wer lebt schon in einer fairen Welt.
Durch Agatha hoffen wir, dass wir diese Ungerechtigkeiten ein wenig mildern können, jetzt und in der Zukunft.
Wetter
Es ist Winter in Kenia und ziemlich kalt. Ich weiß, Anthony sieht das anders aber die Kinder stimmen mir zu. Fast alle haben sie Schniefnasen, die vom drastischen Wetterumschlag herrühren. Wir müssen uns daher warm halten. Wenn ich könnte, würde ich mich gerade gerne in eine elektrische Wolldecke einmummeln, aber die gibt es auf dieser Seite des Äquators leider nicht. Aber wir werden den Winter überleben und dann ist ja bald auch wieder Sommer.

Wir danken Euch so sehr für alles, was Ihr tut, weil uns das in die Lage versetzt zu tun, was wir tun. Wir danken Gott, dass es Euch gibt. Er möge Euch segnen.
Catherine

Abbildung: Wenn es kühl ist, hilft ein dicker Pullover -

Mai 2013 (2)

Hallo aus Kenia,
Heute habe ich unterschiedliche Nachrichten für Euch: Gute und schlechte. Beginnen und enden möchte ich mit den guten.
Babies
Unsere sechs Monate alten Zwillinge Angel und Emily haben mit dem Krabbeln begonnen. Also ein zeitgerechter Fortschritt ihrer Entwicklung. Die kleine Rehema ist im März ein Jahr alt geworden, Somoi und Joy wurden zwei im März bzw. Mai, Mapenzi drei im März und Rose wird zwei im Juli. Unsere drei Zweijährigen, Rose, Somoi und Joy laufen ständig "als Boten" zwischen dem Büro und Haupthaus hin und her, aber oft lassen sie sich ablenken und sie beginnen sich zu zanken. Rose geht aus diesen Streitigkeiten fast immer als Siegerin hervor. Es ist so wundervoll mit anzusehen, welche körperlichen und geistigen Fortschritte die Drei machen. Vor nicht allzu langer Zeit waren sie noch einen Monat und zwei Monate.... welche Leistung der Erzieherinnen!
Hausmutter
Wir haben eine neue Hausmutter, Cecily Mwihaki Githinji, die am 21. Mai bei uns anfing. Cecily gehörte zu denjenigen, die wir für die ausgeschriebene Position interviewed haben, und sie war die Beste von allen. Aber das ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Um sicher zu gehen, dass sie wirklich die Richtige für die Stelle ist, wird sie eine Probezeit von sechs Monaten haben und erst danach eine Festanstellung erhalten.
Wir sind zurzeit dabei, die Abteilung "Hilfeleistungen" neu zu strukturieren und so benötigen wir mehr Personal auf diesem Gebiet. Wahrscheinlich werden noch weitere Hausmütter in der nahen Zukunft eingestellt werden.
Traurige Nachrichten
Ihr erinnert Euch an Alice (Dama), unsere wundervolle Hausmutter, die vor nicht allzu langer Zeit in Ruhestand ging? Leider ist ihr Ehemann in der vergangenen Woche verstorben. Diesen Samstag wird die Trauerfeier und Beerdigung in Kilifi stattfinden. Einige unserer Angestellten und Kinder waren in der vergangenen Woche zu Beileidsbesuchen bei Alice und natürlich werden wir auch an der Trauerfeier teilnehmen. Bitte nehmt Alice und ihre Familie in dieser Zeit der Trauer in Eure Gebete mit auf. Auch Alice Schwiegersohn ist im Moment im Krankenhaus und wir hoffen inständig, dass er sich erholt.
Anna’s Operation
In unseren letzten Nachrichten berichteten wir davon, dass Anna eine kleine Operation über sich ergehen lassen musste, in der ein Nagel entfernt wurde weil sich dort ein Abszess gebildet hatte. Die Operation war erfolgreich und der Zeh heilt ab. Gott sei gedankt.
Schule
Die Regenfälle haben nachgelassen und die Arbeiten an der Schule sind wieder aufgenommen worden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Was muss noch gesagt werden??
Von uns allen ein einstimmiges Asante sana (Herzlichen Dank) für Eure Unterstützung, ohne die wir es niemals bis hierher gebracht hätten. Seid gesegnet.

Wir lieben Euch!
Catherine

Abbildung: Somoi, links im Bild -

Mai 2013

Jambo,
liebe Grüsse aus Kenia. Mal wieder kommen meine Nachrichten mit etwas Verspätung, weil einfach zuviel los ist hier.
Schulische Neuigkeiten
Vier unserer Mädchen, nämlich Faith, Saumu, Agnes und Zawadi sind für gute Leistungen ausgezeichnet worden. In einer farbenfrohen Zeremonie mit Gesang und Tanz, an der auch Rachel, Pauni, Khadija und die Halimas sowie Jumwa teilnahmen, haben wir diese besonderen Tag am 15. April gefeiert und wir waren sehr stolz auf die Mädchen. Insbesondere Zawadi hat uns beeindruckt, wenn man bedenkt, dass sie erst drei Wochen vor Schlussjahresende in die neue Schule aufgenommen worden war und sie als 19. von insgesamt 140 Schülerinnen das Jahr abgeschlossen hat .
Wir habe aber auch Mädchen in unseren Reihen, denen das Lernen schwer fällt und die eher handwerklich begabt sind. Wir nehmen daher jedes Kind so an, wie es ist. Auch wenn wir jedes motivieren, viel zu lernen sind wir uns doch bewusst, dass es nicht jede zur Universität schaffen wird. Aber mit der Ausbildung, die wir ihnen ermöglichen wird jede von ihnen ihre Generation und die folgenden nachhaltig verändern können. Und daher sind wir bestrebt, ihnen die bestmögliche Ausbildung zukommen zu lassen. Wir werden jedes einzelne Kind mit seinen ganz speziellen Fähigkeiten auf das höchstmögliche Mass voranbringen, wenn Gott uns dabei hilft.
Und so arbeitet jede Schülerin hart an sich selbst und für sich selbst, das haben sie uns alle versprochen und wir glauben ihnen.
Brenda
Zu Monatsbeginn haben Brenda und ich eine bemerkenswerte Reise nach Nairobi unternommen, wo sie sich an der Universität für das Jurastudium eingeschrieben hat. Dann begann die aufreibende Suche nach einem Platz im Studentenwohnheim, das nicht zu weit von der Uni entfernt liegen sollte, nicht zu teuer sein durfte und dennoch hohe Sicherheitsstandards erfüllen sollte. Nach vielen erfolglosen Versuchen gelang uns endlich der erhoffter Treffer: sauber, freundlich, nahe am Juracampus und bezahlbar. Wenn Sie das nächste Mal nach Nairobi kommen, schauen Sie doch mal in der Katholischen Universität Ostafrika vorbei, im Juradepartment, dort finden Sie Brenda. Und wenn sie nicht dort ist, fragen Sie im Aberdeen Studentenwohnheim nebenan.
Wir sind so glücklich, dass wir unsere erste Schülerin auf die Universität schicken können.
Neema und Anna
Neema hat sich vollständig von ihrer Operation erholt. Bei ihr eine Schwellung über dem Ohr entfernt worden war. Jetzt bereitet nur noch Anna großer Zeh gesundheitliche Probleme, der nach einer Nagelentfernung wieder ausheilen muss.
Schulprojekt in Mudzini
Nach den heftigen Regenfällen der letzten Tage war das Projekt etwas ins Stocken geraten, aber jetzt sind wir wieder ziemlich im Zeitplan. Gerade werden die Zäune hochgezogen und wir können es kaum abwarten, bis wir unsere eigene Schule fertig gestellt haben. Endlich keine Schulstunden mehr am Wochenende, das ist schon beschlossene Sache!
Stromprobleme
Kenias Stromversorgungsunternehmen haben uns in den letzten Wochen sehr genervt. Niemals zuvor hatten wir so viele Stromausfälle. Wegen der heftigen Regenfälle hat es auch Probleme mit der Solarversorgung gegeben, die nicht wie geplant funktioniert. Menschen, die ihre Fischteiche permanent mit Wasserpumpen versorgen müssen, Kinder die ihre Hausaufgaben machen sollen, Kühlschränke, die nicht ausfallen dürfen, Maschinen die betrieben werden wollen und nicht zuletzt eine Gemeinschaft mit Wasserbedarf - so war diese miserable Stromversorgung ein Riesenproblem für uns alle. Wir mussten einen Generator kaufen, um weitgehend unabhängig zu sein, was eine zusätzliche nicht geplante Investition war, leider aber unerlässlich.

All dies aber ist nur möglich, weil Ihr gebt, betet, uns liebt, weil Ihr spendet und anderen Menschen von uns erzählt. Wir sind Euch so dankbar, was Ihr für uns tut. Und jede Eurer Taten fällt auf fruchtbaren Boden. Und so möge Euch Gott segnen und Euch in seinen Händen halten.
DANKE.
Catherine

Abbildung: Brenda hat einen Studienplatz - (Foto: Ingo Reimann)

April 2013

Hallo,
Frohe Ostern aus dem Kwetu Centre, wenn auch einige Tage nach dem Fest. Gerade eben noch habe ich ein FROHES NEUES JAHR gewünscht und schon ist es Ostern wieder vorbei. Wie schnell die Zeit vergeht.
Vieles hier hat sich dank Eurer Hilfe gut entwickelt. Nun die neuesten Nachrichten, von denen ich einiges vielleicht auch schon übermittelt hatte:
Ein neues Schuljahr hat für alle Mädchen begonnen.
Die kleine Rehema beginnt zu laufen. Zawadi besucht nun die weiterführende Schule, Gift und Riziki sind auf Schulen in Kibwezi und Kirinyanga gewechselt. Brenda hat ihre Computerschulung erfolgreich abgeschlossen. Purity hat unser Heim verlassen, um in der Familie ihres Bruders zu leben. Rose, Somoi und Joy machen grosse Fortschritte in ihrer Sprachentwicklung. Und die Zwillinge wachsen mit atemberaubender Schnelligkeit.
Wir haben zwei neue Mitarbeiter eingestellt, Elisabeth als Hausmutter und Rose als Fahrerin. Alice ist mehrfach bei Gericht erschienen um die Rechte der Kinder einzuklagen. Und Anthony geht es gesundheitlich schon viel besser nachdem ihm acht Zähne gezogen wurden. Die Baumassnahmen sind angelaufen. Der Zaun "entwickelt" sich. Die Renovierung der zwei Häuser auf dem Mudzini Gelände ist begonnen worden und wird bald beendet sein.
Unsere Landwirtschaft ist ungeheuer produktiv. Wir haben noch mehr Kühe, und Alice' Kaninchenprojekt entwickelt sich fantastisch. Wir haben mittlerweile 23. Dazu noch Hühner, Fische und Truthähne, und das Wasser teilen wir uns nach wie vor mit den Menschen in Kikambala.
Und so sagen wir aus vollem Herzen ASANTENI SANA für Eure Spenden, Eure Gebete, Eure Anteilnahme, Euren Rat, die Besuche und die Tatsache, dass Ihr einfach für uns da seid.
Eure Catherine

Abbildung: Wachsen schnell: Die Zwillinge -

März 2013 (2)

Liebe Grüße aus dem heißen, feuchten und manchmal auch regnerischen Kikambala. Hier die neuesten Nachrichten:

Wahlen
Bekanntermaßen fanden am 4. März in Kenia die Wahlen statt. Nachdem am Vorabend eine Gruppe von Aufrührern die Polizisten, die die Wahllokale bewachen sollten angegriffen und getötet hatten, verbreitete sich Angst und Schrecken. Dennoch haben es sich fast 12 Mio. Kenianer nicht nehmen lassen, in brütender Hitze und kilometerlangen Schlangen auszuharren, um ihr Recht auf Wahl auszuüben. Die Bekanntgabe des Wahlergebnisses dauerte bis zum 10. März. Uhuru Kenyatta wurde als Wahlsieger deklariert, aber Riala Odinga, der Herausforderer, will die Wahl anfechten. Nun muss das oberste Gericht entscheiden. Wir - die einfachen Bürger - haben unseren Part getan und das Leben muss weitergehen. Abgesehen von den tragischen Zwischenfällen am Vorabend der Wahl und dem jetzt noch ausstehenden Gerichtsbeschluss, ist die Wahl doch friedlich verlaufen und dafür sind wir sehr dankbar. Auch dass Ihr mit uns dafür gebetet habt.
Schule
Nachdem die Schule wegen der Wahlen eine Woche ausgesetzt worden war, läuft jetzt wieder der normale Unterricht. Wir sind froh, dass die Unterbrechung nicht länger dauerte. Leider sind während der Wahlperiode die Preise für Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, dramatisch gestiegen.
Unsere Mitarbeiter
George ist nach seiner Hochzeit mit Mary Wangari Kimotho wieder zurück an die Arbeit gekehrt. Da niemand gegen diese Heirat Einspruch erhoben hat, ist sie nun rechtsgültig. Die Hochzeit war wundervoll und Alice tanzte soviel, als ob es niemals wieder eine Hochzeit mit Musik und Tanz geben werde.
Es ist gut, George wieder da zu haben, aber er hat sich schon ein bisschen verändert. Er will zukünftig keine Süßkartoffeln und Tee mehr zum Abendessen, wie wir es häufig zu uns nehmen, sondern "richtiges Essen"!
Neue Entwicklungen
Mapenzi's Therapie macht Fortschritte. Sie kann bereits ihre Zunge im Mund herum bewegen, was zuvor unmöglich war. Somoi, Joy and Rose unterhalten sich langsam in einer Sprache, die wir "verstehen können und die Sinn macht". Die drei sind ja noch nicht mal 2 Jahre alt und insofern ist das eine gute Entwicklung. Rehema lebt noch immer in ihrer eigenen Welt, sie brabbelt vor sich hin und untersucht, was immer ihr in den Weg kommt. Die Zwillinge sind mächtig gewachsen und keine zarten Wesen mehr, die einer alleine durch die Gegend tragen kann. Emily versucht bereits mit ihren gerade mal vier Monaten alleine zu sitzen. Es ist schon erstaunlich, was Gott hier alles in die Wege leitet.
Kühe
Gestern wurde in unserer Kuhherde ein Kälbchen geboren. Wir haben es Dave genannt und Valerie ist die Mutter. Wir danken Gott, dass er uns immer mehr Kühe und damit auch mehr Milch schenkt.
Und last but not least: Das Fundament für den Zaun rund um die Schule ist fast fertig. Wir kommen der Verwirklichung unseres großen Traumes immer näher.

Euch Allen sei Dank dafür. Auf bald, liebe Grüße aus Mudzini, Catherine

Abbildung: Zaunbau um das Mudzini Kwetu Centre -

März 2013 (1)

Hallo, ich hoffe Euch geht es gut. Hier eine kurze Mail mit aktuellen Informationen.
Die kleine Rehema kann laufen ! Als sie letztes Jahr zu uns kam, war sie nur 11 Tage alt und ein so zartes Wesen. Aber jetzt ist sie stark, läuft rum und kann sich durchsetzen. Es ist so wundervoll und ermutigend mit anzusehen, wie dieses Mädchen aufblüht. Wir haben Mapenzi nach ihrer kleinen OP nochmals bei den Ärzten vorgestellt. Trotz der kurzen Zeitspanne seit dem Eingriff kann man schon einen Erfolg sehen. Wir sind alle optimistisch.
Wir renovieren jetzt zwei der älteren Gebäude in Mudzini. Die Arbeit an einem Gebäude ist bereits getan, das zweite folgt wahrscheinlich am Wochenende. Hoffentlich sind wir vor April damit fertig.
All das wäre ohne Eure ständige Unterstützung nicht möglich . Vielen lieben Dank.
Wir gehen am Montag, dem 4. März zu den Wahlen. Die Schulen schliessen ab Donnerstag bis eine Woche nach den Wahlen. Wir beten für Frieden während und nach den Wahlen. Bitte betet mit uns.

Auf ganz bald
Eure Catherine

Abbildung: Catherine... - berichtet über die Situation im Mudzini Kwetu Centre

Februar 2013

Liebe Freunde in Deutschland,
mit Beginn des Monats Februar sind Gift und Riziki auf weiterführende Schulen gewechselt. Gift ist jetzt in der St. Joseph Oberschule in Kibwezi und Riziki in der Mittelschule in Kirinyaga. Wir haben uns selbst vor Ort ein Bild von den Lernfortschritten gemacht und waren sehr zufrieden. Gift selber meinte, dass das Lernniveau sehr hoch sei und ihr gar nichts anderes übrig bliebe, als hart zu arbeiten.
Auch Kimberley und Jane sind mit guten Zeugnissen nach Hause gekommen. Jane ist in vielen Bereichen erfolgreich und bei den Lehrern sehr beliebt. Nach einer augenärztlichen Untersuchung in Kaloleni ist ihr eine Lesebrille verschrieben worden. Nun wurde sie in einer Spezialklinik in Mombasa noch eingehender untersucht und sie erhält zusätzliche Medizin.
Zawadi ist an der Matuga Mächenoberschule angenommen worden, was uns nicht erfreut, da diese Schule keinen guten Ruf hat. So werden wir uns um eine Alternative für sie umhören.
Mapenzi hat ihre kleine OP am 14. Februar gut überstanden. Sie erholt sich schnell und streckt uns schon wieder die Zunge raus. Wir freuen uns so sehr für dieses kleine Mädchen, das in seinem kurzen Leben schon soviel hat durchmachen müssen.
Und was gibt es noch Aufregendes ? Nun, George - unser Verwaltungschef - hat geheiratet und alle Mitarbeiter und Verantwortlichen der Einrichtung waren dabei, als sich George und seine Frau in einer farbenprächtigen Zeremonie das Ja-Wort gaben. Wir freuen uns mit den Beiden.
Das alles wäre nicht möglich ohne Eure Hilfe in Deutschland. Nur durch Euch koennen wir diese Arbeit erfolgreich verrichten. Wir sind so dankbar für Euer Engagement.

Alles Gute und auf bald,
Catherine